Gesamtschule nur noch eine Frage der Zeit

Von: Volker Uerlings
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Jülich. Die Prophezeiung ist nicht gewagt: Mittelfristig - in zwei bis fünf Jahren - dürfte es im Jülicher Land eine Gesamtschule geben. Wo, wie und wann genau - darüber reden die Verantwortlichen aus Linnich, Aldenhoven, Titz und der Herzogstadt schon seit Monaten.

Nächste Woche kommen sie im Linnicher Rathaus erneut zusammen und verfügen dann über detaillierte Daten. Offizielle Statements gibt es zwar noch nicht, aber Teilnehmer der Runde geben offen zu: Am Bedarf zweifelt niemand ernsthaft. Möglicherweise sitzt die Gemeinde Niederzier schon mit am Tisch, denn Bürgermeister Hermann Heuser hat um Einbeziehung gebeten.

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich deckt nämlich derzeit weitgehend den Bedarf der nördlichen Kommunen, so weit sie das kann. Das geht aus einer Information der Jülicher Verwaltung hervor, die dem Ausschuss für Familie, Jugend, Schule und Sport am Montagabend vorgelegt wurde.

Und noch mehr: Derzeit besuchen 342 Mädchen und Jungen aus dem Nordkreis die Einrichtung, die auf zwei Standorte - eben in Niederzier und Merzenich - verteilt ist. 290 kommen aus Jülich, 48 aus der Gemeinde Titz, vier aus Linnich. Weit über 100 Schüler aus Linnich werden darüber hinaus bekanntlich täglich mit dem Schulbus zur Gesamtschule Übach-Palenberg transportiert.

Ganz aktuell erfuhren die Ausschussmitglieder, dass beim jüngsten Anmeldeverfahren insgesamt elf Kinder aus Jülich an Real- und Hauptschule der Stadt praktisch nachgemeldet worden sind, nachdem sie an einer Gesamtschule abgelehnt worden waren.

Diese und weitere Zahlen werden den am „Schulkonzept Nordkreis” beteiligten Bürgermeistern nächste Woche vorliegen.

„Hausaufgabe” bei der letzten Zusammenkunft war nämlich, anhand eines Fragebogens relevante Fakten bis zur elften Kalenderwoche zusammenzutragen. Das alles nahm der Jülicher Fachausschuss zur Kenntnis, zumal die Verwaltung die zeitnahe Information der politischen Gremien ankündigte.

Einen Monat nach Weiberfastnacht zog Katarina Esser als Leiterin des Jülicher Amtes für Kinder, Jugend und Sozialplanung unterdessen im Ausschuss eine positive Bilanz nach der 16. Zeltdisco auf dem Schlossplatz.

Weniger Verletzte und Zwischenfälle sowie weniger Müllaufkommen seien das Ergebnis verbesserter Kontrollen, neuer Absperrungen und des Glasverbotes in der City gewesen. Allerdings kommt wohl auf die Stadt ein höheres Defizit zu, da das Kreisjugendamt keine Aufsichtskräfte für das Zelt zur Verfügung gestellt hatte und somit städtische Bedienstete im Einsatz waren.

Alle Beteiligten hätten sich für die Beibehaltung des Standortes und einer Zeltveranstaltung ausgesprochen, legt die Amtsleiterin in ihrem Bericht dar. Möglicherweise müsste sich die Stadt aber aus Kostengründen aus der Trägerschaft zurückziehen und versuchen, einen Gesamtveranstalter per Ausschreibung zu finden.

Ganz unabhängig von der Zeltdisco hat sich übrigens ein Jülicher Ratsmitglied zu Wort gemeldet und den Zustand des Jülicher Schlossplatzes scharf kritisiert. Die ehemals „wunderschön bepflanzte und blühende Blumenanlage” sei nun „eine total zerstörte und verdreckte Fläche im Herzen der Stadt”, sagt Winfried Cremerius (FDP). Und sicher nicht nur er.

Die Anmeldezahlen an Jülicher Schulen

Die Anmeldeverfahren der weiterführenden Schulen in Jülich sind beendet. Die Verwaltung teilte im Fachausschuss am Montag die Zahlen für die städtischen Schulen mit.

Demnach haben sich 128 Kinder am Gymnasium Zitadelle angemeldet - exakt so viele wie im Schulentwicklungsplan (SEP) prognostiziert. Hinter diesen Prognosen sind die Realschule mit 80 Anmeldungen (98/SEP) und die Hauptschule mit 46 (51/SEP) geblieben.

Auf Anfrage nannten auch die beiden Jülicher Schulen in privater Trägerschaft ihre Anmeldezahlen: 80 besuchen nach den Sommerferien die Klasse 5 des Mädchengymnasiums, 126 des Gymnasiums Haus Overbach.

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