Gesamtschul-Aus: „Unfaire Mittel“ im Spiel?

Von: -vpu-
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Ab Montag sind die vier weiterführenden Schulen in Linnich und Aldenhoven wieder eine „Hausnummer“ und nehmen Kinder auf: In beiden Kommunen gibt es je eine Real- und eine Hauptschule. Foto: Uerlings

Jülicher Land. Im Zusammenhang mit dem Scheitern der Gesamtschul-Gründung Aldenhoven/Linnich haben die Verwaltungschefs aus Linnich und Aldenhoven Vorwürfe gegen die Nachbarkommunen erhoben, die sie im Schreiben an die Eltern und einer Presseerklärung verdeutlichen.

 „Mit Fug und Recht muss man feststellen, dass einige Nachbarkommunen, hier insbesondere die Stadt Jülich und die Gemeinde Titz, versucht haben, auf das Anmeldeverfahren in Aldenhoven und Linnich mit unfairen Mitteln Einfluss zu nehmen, um eigene Interessen durchzusetzen.“

Die Bürgermeister Wolfgang Witkopp (Linnich) und Lothar Tertel (Aldenhoven) sehen zudem eine Kooperation von Jülich und Titz im Sekundarschul-Bereich als Fakt an.

Im Elternbrief werden sie deutlich: „Im Schuljahr 2013/14 sollen 60 der neu an der Sekundarschule Jülich angemeldeten Jungen und Mädchen in Titz unterrichtet werden.“ Diese Kooperation sei auch ein Argument gewesen, das beim Moderationsverfahren in Köln vorgetragen worden sei. Da habe die Gemeinde Titz erklärt, dass ihr eine Zusammenarbeit mit Jülich verwehrt bleibe, sollte es zur Gesamtschulgründung kommen, sagte Wolfgang Witkopp auf Nachfrage der Redaktion letzte Woche.

Die beiden Bürgermeister halten das für beschlossene Sache, obschon ein Sekundarschulstandort in Titz bislang mit keinem Wort in einer öffentlichen Ausschusssitzung in Jülich oder Titz thematisiert worden ist.

Tertel und Witkopp stellen in der Gewissheit, dass die Jülich-Titzer Schulkooperation klar ist, einige Fragen: „Die Lehrer werden zwischen Jülich und Titz pendeln müssen. Wissen die Lehrerinnen und Lehrer, wer von ihnen diese zusätzliche Belastung tragen muss?“ Und weiter: „Wissen die Eltern, ob ihr Kind von dem Unterricht in Titz betroffen ist?“ Die Verwaltungschefs aus Linnich und Aldenhoven transportieren in ihrem Elternbrief zudem die „aufgetauchte Behauptung“, dass seitens der Jülicher Verwaltung und Politik „immer wieder versucht wurde, positive Entwicklungen in den Nachbarkommunen zu bekämpfen und zu verhindern“.

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