Gericht bestätigt: Mondi Jülich GmbH im Recht

Von: hfs.
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Koslar. Im Arbeitsgerichtsprozess eines Mitarbeiters gegen die Mondi Jülich GmbH entschied das Landesarbeitsgericht in Köln im Berufungsverfahren nun erneut zugunsten der Firma. Und bestätigte damit die Entscheidung der ersten Instanz, wies die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Aachen vom 1. Juli 2010 kostenpflichtig zurück.

Das Gericht prüfte dabei einen Arbeitsunfall aus dem Jahre 2006 im damaligen Schleipen & Erkens Werk in Koslar. Damals war der Maschinengehilfe aus Jülich bei einem Arbeitsunfall schwer verunglückt.

Laut Angaben des Koslarer Werks wurden dann in „enger Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden über Jahre” umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und der Arbeitsunfall bis ins Detail analysiert. „Alle Ergebnisse von Berufsgenossenschaft, Bezirksregierung Köln, Staatsanwaltschaft Aachen, Amtsgericht Jülich und Arbeitsgericht Aachen haben dabei ein Fremdverschulden ausgeschlossen”, heißt es in der Pressemitteilung des Koslarer Unternehmens.

Im Berufungsverfahren kam das Landesarbeitsgericht Köln nun ebenfalls zu dieser Überzeugung und bestätigte die bisherigen Einschätzungen und Urteile der Behörden und Gerichte, legte gleichzeitig fest, dass damit auch kein Anspruch gegenüber Mondi Jülich als Rechtsnachfolger von Schleipen & Erkens besteht.

„Wir sind zufrieden, dass das Gericht unserer Einschätzung des Falls folgte. Dennoch bedauern wir sehr, dass es zu diesem Unfall gekommen ist”, erklärte Patrick Lennartz, Geschäftsführer der Mondi Jülich GmbH.

Dies vor allem deshalb, weil das Unternehmen, so Lennartz, dem betroffenen Mitarbeiter zahlreiche Hilfsangebote unterbreitet hatte, diese aber alle von ihm ausgeschlagen worden waren. So scheiterte auch während der Verhandlung in Köln der Versuch des Vorsitzenden Richters, eine einvernehmliche finanzielle Entschädigungssumme zwischen den Parteien auszuhandeln.

Eine Revision gegen das neuerliche Urteil ließ das Landesarbeitsgericht Köln ausdrücklich nicht zu. Nach Auskunft des Klägers wird dieser nun mit Hilfe seines Anwalts den Gang vor das Bundesarbeitsgericht antreten, um dort gegen die Nichtzulassung der Revision Beschwerde einzulegen.

Dann liegt es in Händen des Bundesarbeitsgerichts, ob dieser Beschwerde stattgegeben wird, ein Revisionsverfahren bestritten werden kann.
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