Gereonsweiler: Windkraft bewegt die Gemüter

Von: Kr.
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Hans Otto von der Heide (r.) i
Hans Otto von der Heide (r.) informierte über den aktuellen Stand beim geplanten Windpark in Gereonsweiler. Foto: Kròl

Linnich. Der Rat der Stadt Linnich hat den Beschluss gefasst, dass ein rund 300 Hektar großes Areal nördlich von Gereonsweiler als Potentialfläche für Windkraftanlagen in Betracht kommen soll.

Nun geht es daran, nähere Untersuchungen anzustellen ob die Fläche den 1000-Meter-Abstand zur nächsten Bebauung, den der Rat fordert, einhält, der Lärmschutz gewährleistet ist, der Schattenwurf im Rahmen der Bestimmungen bleibt und dort genügend Wind vorhanden ist. Außerdem muss der Bebauungsplan geändert und das Planungsverfahren der Bezirksregierung vorgelegt werden.

Nach einem Beschluss des Rates wurde außerdem festgelegt, dass alle Eigentümer von Grundstücken in diesem Bereich als Pächter Berücksichtigung finden, die Linnicher Bürger Beteiligungen an den Windkraftanlagen erlangen können und der Sitz der Betreibergesellschaft ebenfalls in Linnich liegt. Weiterhin soll der Windpark ein einheitliches Erscheinungsbild aufweisen.

Mittlerweile sind auch die späteren Betreiber dabei, Pachtverträge mit den Eigentümern der fraglichen Grundstücke zu verhandeln. Etliche Pachtverträge wurden sogar schon unterschrieben. Dies sorgte für erhebliche Unruhe im Dorf, so dass die Stadt die Eigentümer zu einer Informationsveranstaltung in die städtische Realschule eingeladen hat. Mit dabei waren neben Hermann Josef Reyer, Fachbereichsleiter Bau und Planen der Stadt, der Planungsausschussvorsitzende Hans-Friedrich Oetjen sowie Sandra Melis und Sascha Gehm (VDH Projektmanagement GmbH), die mit der Rahmenplanung beschäftigt ist.

Zusammenschluss

VDH-Geschäftsführer Hans Otto von der Heide nahm ausführlich zu den Problemen Stellung und ging noch einmal auf die Anfänge ein. Er berichtete außerdem, dass sich in den letzten Tagen die Sachlage geändert habe. Die vier potentiellen Betreiber haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen und werden fortan einheitliche Pachtverträge vorlegen. „Die Entscheidung über einen Pachtvertrag liegt beim Eigentümer”, betonte von der Heide. Die Pachtverträge, die bisher schon unterschrieben wurden, werden neu verhandelt.

Von der Heide wies die Anwesenden darauf hin, dass es alleine ihre Sache sei, über die Höhe der Pacht zu verhandeln, wollte aber selbst keine Zahlen nennen. Aus der Runde kam dann auch die Anregung, sich eventuell einen gemeinsamen Rechtsbeistand zu holen.

Daher blieb eine stattliche Zahl der Eigentümer nach der Versammlung zusammen, um sich kennenzulernen und über weitere Schritte zu beraten. Man will außerdem versuchen, Eigentümer, die nicht anwesend waren, ins Boot zu holen.
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