Genussbahnhof Jülich: Fahrkarte in alle Geschmacksrichtungen

Von: Mira Otto
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„Les 6 Kölsch und 1 Cola“ auf der Bühne und jede Menge kulinarische Köstlichkeiten zum Probieren oder Sattessen machten den Genussbahnhof aus. – Kleines Bild: Carmen Linder kochte gemeinsam mit dem Japaner Kenta Hatano vegan im „Der Gute Heinrich“. Foto: Mira Otto
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„Les 6 Kölsch und 1 Cola“ auf der Bühne und jede Menge kulinarische Köstlichkeiten zum Probieren oder Sattessen machten den Genussbahnhof aus. – Kleines Bild: Carmen Linder kochte gemeinsam mit dem Japaner Kenta Hatano vegan im „Der Gute Heinrich“. Foto: Mira Otto

Jülich. Beim Genussbahnhof auf dem Außengelände des Kulturbahnhofes (KuBa) Jülich kamen die Besucher mit Leib und Seele auf ihre Kosten. Gegen Hunger und Durst waren 17 Stände mit unterschiedlichsten Speisen und Getränken aufgefahren.

 Darunter auch „Der Gute Heinrich“. „Wir machen an diesem Wochenende vegane, japanische Spezialitäten“, sagte Carmen Linder, die Betreiberin von „Der Gute Heinrich“, die an diesem Wochenende gemeinsam mit dem Japaner Kenta Hatano kochte. Unter anderem bot Linder „Yakitori“ auf Sojafleischbasis mit Sesam und Sojasoße an.

Gegessen hatte Besucherin Debbie D. zwar noch nichts, freute sich aber als Vegetarierin über „mehr Auswahl als im Vorjahr“, während sie sich ihren „superleckeren“ Kaffee von dem Kaffeespezialisten „Baristinho“ schmecken ließ.

In einer anderen Ecke auf dem Festivalgelände konnten am Stand des Jülicher Irish Pubs Pulled-Pork-Burger, „Grilled Garlic Gamba“ und Irisches Bruschetta gekostet werden. Alle Zutaten für die Soßen und Beilagen standen auf der Theke zur Begutachtung bereit. „Unser Konzept ist es, kleine Portionen zu einem kleinen Preis zu verkaufen, damit man auch bei anderen Anbietern rumprobieren kann“, sagte der Mitbesitzer des Pubs, Ross Lynch, zu seinem Stand. Mit den Verkaufszahlen war er nach eigenen Angaben zufrieden.

Direkt daneben die Bierspezialität der Veranstaltung „Dölsch“. Ein kölschähnliches, handgebrautes Bier mit mehr Naturtrübe und mehr Alkohol. Auch hier konnte nicht geklagt werden. „Wir haben mal um die 350 Liter auf Vorrat mitgebracht“, sagte Hauke Bochem, der Standbetreiber, noch am Freitagabend. Dann Sonntagmittag: „Wir waren am Samstag kurz vor dem Ausverkauf und haben noch mal 50 Liter nachgeholt.“

Auch die übrigen Stände schienen zu gefallen, denn: „Es war sehr lecker. Ich werde noch Weiteres probieren“, schwärmte Besucher Torsten Burlet, der sich gerade von „Pünktchen & Anton“ einen Ibericoburger „reingepfiffen“ hatte. Er war gemeinsam mit Freunden, seiner Frau und Kind auf dem Fest.

Neben diesen Sinnesfreuden fand auch die Musik ihren Platz auf dem Genussbahnhof.

Den musikalischen Auftakt machte am Freitag „Les 6 Kölsch 1 Cola“. Die Band hatte gleich zwei Neuerungen mit auf der Bühne: Denn die beiden Frontsänger der Gruppe, Axel Fuchs und Uwe Mock, wurden bei dem Auftritt während des Genussbahnhofes zum ersten Mal von David Ningelgen und Claudio Dorsaneo unterstützt. So sang beispielsweise Ningelgen „Leev Marie“ und Dorsaneo „Ich ess‘ Blumen“, den Karnevalsrock der Gruppe, auf der Bühne mit.

Am folgenden Tag wurde das Konzert von „Brokum“ eröffnet. Das Dou mit André Tribbels an der Gitarre und Thomas Weingartz, Gitarre und Gesang, präsentierte Cover im „Unplugged“-Stil. Darunter unter anderem „Sitting, Waiting, Wishing“ von Jack Johnson.

Auch die „Herr Miesepeters“ waren beim Genussbahnhof wieder mit dabei. Dabei spielten Tobi Peters (Gesang, Gitarre), Merlin Knaps (E-Bass, Gesang) und Simon Jülicher (Percussion, Gitarre, Gesang) innerhalb ihres Akustikpunks auch ihren neusten Titel „Vielleicht“.

Am Sonntagmorgen begleitete die Jazzgruppe „Oldtimeserenadas“ den „Frühshoppen“. Bei einem morgendlichem „Kölsch“ oder „Dölsch“ spielten Thaddäus Ehrhardt-Orgielewski (Kornett), Leslie Webb (Saxophon, Klarinette), Klaus Diemer (Banjo, Gitarre), Mavy Liebmann (Drums), Armin Runge (Kontrabass) und Reinhold Wagner (Posaune, Altsaxophon) Songs wie Sydney Bechets „Dans les rues d’antibes“ oder „Whiskey Drinking Woman“ in einer Version von Lou Donaldson. „Diese Art von Musik passt einfach zum Frühshoppen“, genossen die beiden Besucher Hans und Monika Herzog zum Jazz.

Schließlich beendete am Nachmittag das „Lagerfeuer Trio“ mit ihrem letzten Titel, einem Cover-Song von „Westerland“ von den Ärzten, das Festival für Gaumen und Ohren.

„Wir sind absolut mit dem Genussbahnhof zufrieden“, zog Cornel Cremer, Geschäftsführer des KuBa, sein Resümee nach drei Tagen der geschmackvollen Sinnesfreuden.

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