Generationswechsel bei der Linnicher FDP

Von: ojo
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Der Wechsel an der Führungsspitze ist vollzogen. Patrick Schunn (3.v.l.) ist als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands Linnich Nachfolger von Dr. Klaus Sellter (5.v.r.). Er führt die Mannschaft an, die bei der Kommunalwahl um den Einzug in den Stadtrat kämpft. Foto: Jonel

Linnich. Gleich zwei Parteitage hintereinander in knapp zwei Stunden abzuhalten – das kann eigentlich nur einer überschaubaren Gruppierung wie der Linnicher FDP gelingen. Obwohl diese Harmonie nicht unbedingt an die Kopfzahl gebunden ist, wie Dr. Klaus Selter aus eigener Erfahrung wusste.

Seine Wahl zum Vorsitzenden des Stadtverbandes erfolgte seinerzeit in Kampfabstimmung mit mehrmaligen Patt und schließlich der Entscheidung im Losverfahren.

Davon war diesmal keine Rede. Unter Wahlleiter Alexander Willkomm, Mitglied des FDP-Landesvorstand, erfolgte der Generationswechsel an der Spitze des FDP-Stadtverbandes planvoll und einstimmig. Patrick Schunn (29) ist nun der Vorsitzende der Liberalen in Linnich. Selter, der nicht mehr kandidierte, gehört als Fraktionsvorsitzender weiterhin dem Vorstand an.

Komplettiert wird das Führungsgremium durch Siegfried Sachsenhausen als Stellvertretender Vorsitzender und Dennis Tholen als Schatzmeister. Bemerkenswert: Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Dass er nicht mehr um das Amt des Vorsitzenden kandidiere, habe „keine parteipolitischen Gründe“, betonte Selter. Er wünsche seinem Nachfolger Patrick Schunn „alles Gute in seinem Amt, auf dass er die FDP in Linnich auf Vordermann bringt“.

Der 29-jährige Politikwissenschaftler dankte der Partei für das Vertrauen der Partei und seinem Amtsvorgänger für die Arbeit in den zurückliegenden anderthalb Jahrzehnten. Das Erbe ist nicht ganz leicht, wie Klaus Selter im Rückblick verdeutlichte. Einer kleinen Partei und Fraktion im Rat seien Grenzen gesteckt, „weil die großen darauf bedacht sind, ihre eigenen Ziele durchzusetzen“. Die gegenwärtige Ratskonstellation mit fünf Fraktionen und wechselnden Mehrheiten habe sich „bestens bewährt“ und komme der FDP entgegen. Als Erfolge der FDP wertete Selter den zunächst einmal aufgeschobenen Abriss des Lehrerseminar, für dessen Erhalt sich die Liberalen einsetzen, und ganz aktuell das Projekt „Reaktivierung des Volksgartens“.

Dass der liberale Gedanke in der Linnicher FDP lebendig ist, bewies der außerordentliche Parteitag. Sein Hauptanliegen war die Aufstellung der Mannschaft, mit der die Freien Demokraten auf kommunaler Ebene erreichen wollen, was der Bundespartei misslang – den Einzug in das Parlament, in diesem Fall in den Stadtrat. In jedem Linnicher Wahlkreis wird ein FDP-Kandidat oder -Kandidatin aufgeboten. Sechs von ihnen sind allerdings keine Parteimitglieder.

Es kandidieren: Linnich 1: Uwe Hemsen; Linnich 2: Patrick Schunn; Linnich 3: Dr. Klaus Selter; Linnich 4: Leo Schiffer; Linnich 5: Manfred Heinrichs; Gereonsweiler: Margret Schiffer; Ederen/Gereonsweiler: Hagen Selter; Welz/Floßdorf: Hans-Joachim König; Rurdorf: Franz-Josef Rein; Hottorf/Kofferen: Henny Selter; Tetz 1: Christine Bongers; Tetz 2: Dr. Manfred Helten; Boslar: Christel Rein; Gevenich: Gisela Rumland; Körrenzig: Dennis Tholen; Körrenzig/Glimbach. Siegfried Sachsenhausen.

Die Reserveliste bestreiten: Dr. Klaus Selter, Patrick Schunn, Franz-Josef Rein, Siegfried Sachsenhausen, Dennis Tholen, Henny Selter, Uwe Hemsen, Margret Schiffer, Gisela Rumland und Dr. Manfred Helten.

Das Parteiprogramm der Linnicher Liberalen ist einzusehen unter www.fdp-linnich.de.

Ingola Schmitz, kulturpolitische Sprecherin der FDP im NRW-Landtag, Gast des Abend, ging kurz auf zwei brandaktuelle Themen ein. Neben der Reaktion von Ministerin Svenja Schulze auf die Veröffentlichung von Rektorengehältern war es vor allem die Mitteilung, dass die Expertenkommission Forschung und Innovation die Abschaffung des Erneuerbare Energie-Gesetzes (EEG). Auf lokaler Ebene sehe sich die FDP Linnich in ihrer Haltung gegen die Ausweitung der Windenergie unter den gegenwärtigen Bedingungen bestärkt, so Dr. Selter.

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