Generationswechsel bei den Titzer Liberalen

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Rödingen. Die Titzer Liberalen trafen unlängst zum Ortsparteitag in Rödingen. Vorsitzender Hartmut Wasserberg begrüßte die Mitglieder und Vertreter des Kreisvorstands ein letztes Mal in dieser Funktion, denn er kündigte zu Beginn des Parteitags seinen altersbedingten Rückzug vom Vorsitz an.

„Wir wollen verstärkt junge Menschen ansprechen, deshalb ist es Zeit für einen Generationenwechsel an der Spitze der Partei“, erläuterte Wasserberg seine Gründe.Zum neuen Vorsitzenden wählte der Parteitag Stephan Borkowski. Der 52-jährige Familienvater hat nach einem beruflich bedingten Umzug in Rödingen eine neue Heimat gefunden. In seiner Vorstellungsrede kündigte er an, einmal im Monat zum Stammtisch einzuladen. Dort soll über aktuelle (kommunal-)politische Themen diskutiert und Aktionen geplant werden. „Wir wollen den lebendigen Austausch untereinander intensivieren. Wir wollen aber auch stärker in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten“, so Borkowski.

Im Rechenschaftsbericht stellte Hartmut Wasserberg, der einstimmig zum 2. Vorsitzenden gewählt wurde, die aktuellen Themen dar. Die Neugestaltung des Geländes der ehemaligen Gaststätte ‚Erbsensuppe’ schreite voran, neue Modelle zur Kostensenkung bei der Friedhofspflege seien versuchsweise gestartet worden und die Sanierung des alten Hauptschulgebäudes nehme konkrete Formen an.

Ein besonderes Augenmerk legte Wasserberg auf die Flüchtlingssituation in Titz. „Wir haben durch eine dezentrale Unterbringung eine integrationsschädliche Ghettobildung in Titz vermieden“. Die Finanzierung stelle die Gemeinde jedoch vor Herausforderungen. „Bund und Land lassen die Gemeinden im Regen stehen. Die finanziellen Zuweisungen decken bei Weitem nicht die Kosten der Gemeinde“, kritisierte er die Bundes- und Landesregierung scharf. „Als Liberale sehen wir in jeder Krise auch eine Chance: Die Menschen, die zu uns kommen, sind die Wirtschaftskraft der Zukunft.“ Dem wachsenden Rechtspopulismus müsse entschieden entgegengetreten werden. „Er vergiftet das Klima in unserer Gesellschaft, schürt die Ängste der Menschen und biete keine Lösungen“. Die FDP setze auf eine weltoffene und lösungsorientierte Politik.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Klaus Breuer, der den Parteitag leitete, betonte, dass dem Kreisvorstand der Austausch mit den Ortsverbänden besonders wichtig sei. „Wir brauchen eine schlagkräftige Truppe, damit die Wahlen zum Bundes- und Landtag im kommenden Jahr zum Erfolg für die Freien Demokraten werden“, warb Breuer um tatkräftige Unterstützung bei den Titzer Parteifreunden. Breuer dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für geleistete Arbeit und überbrachte die Glückwünsche des FDP-Kreisvorstands ans neue Vorstandsteam. Neben Hartmut Wasserberg schied auch die bisherige Schatzmeisterin Marion Frettlöh aus ihrem Amt. An ihrer Stelle wird sich künftig Ingrid Wilden um die Finanzen des Ortsverbands kümmern. Für die Protokollführung zeichnet Gerd Wilden verantwortlich. Der Unternehmer Christoph Poos komplettiert als Beisitzer den neuen Vorstand der Titzer FDP.

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