Jülich - Generalkonsul informiert sich über den Standort Jülich

Generalkonsul informiert sich über den Standort Jülich

Von: ahw
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Jewgenij Schmagin (2.v.r.), Ge
Jewgenij Schmagin (2.v.r.), Generalkonsul der Russischen Förderation, informierte sich gestern unter anderem über Jülicher Hightech-Unternehmen wie die Dasgip AG, deren Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Drescher (l.) die Gäste führte. Rechts Bürgermeister Stommel. Foto: Wolters

Jülich. Der Name der Herzogstadt hat in der Russischen Förderation einen guten Klang, denn hier residiert mit Simex der Generalimporteur für russischen Wodka und Krimsekt.

Gleichwohl waren die heimischen Alkoholika beim gestrigen Besuch des russischen Generalkonsuls Jewgenij Schmagin in Jülich kein Thema, denn der Diplomat interessierte sich vor allem für Firmen im Bereich Hightech.

So begann sein mehrstündiges Besuchsprogramm im Gewerbegebiet Königskamp II bei der Dasgip AG, Weltmarktführer im Bereich Bioreaktorsysteme. Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Drescher schilderte dem Gast den Werdegang des 1993 gegründeten Unternehmens für Informations- und Prozesstechnologie, das von Jülich aus zunächst Europa eroberte und seit 2003 mit einer eigenen Verkaufsniederlassung in Nordamerika vertreten ist.

Dr. Drescher berichtete, dass das interdisziplinär aufgestellte Spezialunternehmen inzwischen auf rund 70 Mitarbeiter gewachsen ist und eine steile Wachstumskurve aufweist: Seit fünf Jahren sei die AG mit jährlich 25 Prozent auf einen Jahresumsatz von zuletzt 13 Millionen Euro gewachsen. Beliefert und betreut werden 200 bis 250 Kunden aus den Bereichen Pharma, Chemie und Nahrungs-/Futtermittel.

„Sie sind reif für Russland”, forderte der Generalkonsul Dr. Drescher auf, auch in seiner Heimat als Anbieter aufzutreten. Es gebe viele Probleme im Gesundheitswesen, und die Förderation plane derzeit ein umfassendes Modernisierungsprogramm, für das Milliarden Euro zur Verfügung stünden. So ist beispielsweise ein Forschungszentrum in der Nähe von Moskau geplant - „unser Silicon Valley”, wie es Schmagin formulierte.

Weitere Stationen des Generalkonsuls, den Bürgermeister Heinrich Stommel begrüßt hatte, waren das Technologiezentrum Jülich, die Fachhochschule und als kulturelles Highlight die Zitadelle.

Das Forschungszentrum - von seiner Größe her fast eine eigene Stadt - will er vielleicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt besuchen. Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) nutzte das „Anbahnungsgespräch” mit dem prominenten Besucher dazu, Kontakte zu knüpfen, um helfen zu können, wenn heimische Firmen Geschäfte mit der Russischen Förderation planen.

So bietet das Generalkonsulat in Bonn regelmäßig Wirtschaftsforen an, die branchenspezifisch aufgefächert sind. Auch diese Informationen wird die SEG im Rahmen der Wirtschaftsförderung an Jülicher Firmen weitergeben, die sich hier präsentieren könnten.
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