Gemeinschaftserlebnis auf 190 Kilometern

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Nach sechs Tagen trafen die Fußpilger der Kevelaerbruderschaft trafen am Sonntag wieder in Gereonsweiler ein. Foto: Kròl

Gereonsweiler. Die 298. Wallfahrt der Kevelaerbruderschaft Aldorf und Umgebung stand unter dem Leitgedanken „Als Glaubende gehen wir unseren Weg!“. Geistliche Begleiter der Fußwallfahrt war auf dem Hinweg die Gemeindereferentin Margot Küffen und auf dem Rückweg Kaplan Marian Mertens, beide von der GdG St. Castor Alsdorf. Prozessionsleiter war der Präfekt der Bruderschaft, Hans-Josef Flecken.

Am 27. August verließen 74 Fußpilger bei idealem spätsommerlichen Pilgerwetter Alsdorf und Gereonsweiler und erreichten nach Übernachtungen in Wegberg und Straelen am dritten Wallfahrtstag ihr Ziel, den Marienwallfahrtsort Kevelaer.

Gemeinsame Feier

In Kevelaer schlossen sich der Fußpilgergruppe ca. 250 Bus- und Pkw-Pilger an. Gemeinsam feierte man zunächst die Pilgermesse in der Kevelaerer Marien-Basilika. Nachmittags nahmen die Pilger gemeinsam am Kreuzweg und am späten Nachmittag abschließend an der Lichterprozession und der Verabschiedung der Buspilger teil. Danach trafen sich die Fußpilger zur „Jubilarfeier“, an der sich ein paar frohe Stunden anschlossen. Hierbei erhielten die vier Erstpilger(-innen) das begehrte Pilgerkreuz und die Festschrift der Bruderschaft.

Vier Pilger nahmen zum 5. Mal, sechs zum 10. Mal, ein Pilger zum 15. Mal und vier Pilgerinnen, nämlich Christel Bergrath, Ute Meyer, Hildegard Joassart – alle aus Gereonsweiler – sowie Pilger Ingo Kroker (Alsdorf), zum 20. Mal an der Fußwallfahrt teil.

Als weitere Jubilare nahmen Leo Naeven (aus Koslar) und Schatzmeister Fritz Apweiler (aus Alsdorf) zum 30. Mal an der Fußwallfahrt teil. Auch diese beiden wurden gebührend geehrt.

Der wunderschöne Abend schloss mit einer Gratulationscour aller Pilger, die die Jubilare der Bruderschaft gerne über sich ergehen ließen.

Beste Bedingungen

Am folgenden Tag mussten auch die Fußpilger wiederum Abschied vom Gnadenort Kevelaer nehmen und erreichten nach zweieinhalb Pilgertagen mit lediglich einigen Schauern am Samstagvormittag und ansonsten sehr schönen Spätsommerwetter am Sonntag Gereonsweiler und Alsdorf.

Alle Pilger waren restlos begeistert, so dass sie noch lange und mit viel Freude an außergewöhnliche und harmonische Wallfahrtstage zurückdenken werden.

Die geistlichen Begleiter, Margot Küffen und Kaplan Mertens, hatten es verstanden, die Pilger in den Gottesdiensten, Predigten, Andachten und Meditationen, geistlich und menschlich zur Freude aller zu betreuen und zu faszinieren. Ihnen gebührte der Dank der Kevelaerbruderschaft.

Jeder Pilger war für jeden da, und vielfältige Hilfe wurde gegenseitig geleistet. Insbesondere die vier Erstpilger waren begeistert von der Kameradschaft und all den Dingen, die sie an den sechs Wallfahrtstagen erleben durften. Bedingt durch die gute Vorbereitung verliefen die Wallfahrtstage trotz der großen Teilnehmerzahl organisatorisch völlig problemlos ab.

Der Abschied fiel den Fußpilgern in Gereonsweiler und Alsdorf schwer; denn neue Freundschaften waren wiederum geschlossen oder bestehende vertieft worden. Die Teilnehmer hatten eine echte christliche Gemeinschaft erfahren, so dass sie trotz der Strapazen des insgesamt 190 Kilometer langen Weges und der zahlreichen, teilweise sogar größeren Blessuren mit Blasen an den Füßen und kräftigem Muskelkater beispielsweise, spontan erklärten, auch im kommenden Jahr vom 2. bis 7. September 2014 an der 299. Fußwallfahrt wieder teilzunehmen.

Ein Wiedersehen der Fußpilger gibt es bereits am Samstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr, im St. Castor-Haus, Alsdorf bei der Wiedersehensfeier.

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