Gemeinsam unterwegs auf dem Weg des Lebens

Von: Kr
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Pfarrer Jürgen Frisch, Gemeindereferentin Ulla Rothkranz und ihr Praktikant Markus Taelstede gestalteten gemeinsam den Valentinsgottesdienst in Linnich. Foto: Kròl
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Ein Jahr sind Etleva und Volker Flücken ein Paar und gehörten damit zur Zielgruppe des Gottesdienstes.

Linnich. Sie stehen noch am Anfang ihres gemeinsamen Weges und arbeiten noch intensiv an ihrem Lebensentwurf. 2015 ist Etleva Flücken als Flüchtling aus Albanien nach Linnich gekommen und hat in der Unterkunft ihren Volker kennengelernt, der dort beim Sicherheitsdienst beschäftigt war. Ein Jahr später, im März 2016, hat das Paar geheiratet und ist nun dabei, den Alltag zu organisieren und sich zu finden.

Das Paar weiß auch, dass es harte Arbeit ist, eine Beziehung durch den Alltag zu retten und sie erfolgreich und dauerhaft zu gestalten. Kraft und Stärke, Verständnis für den Partner sowie Hilfe von Freunden sind dabei wertvoll. Gewiss nicht schaden kann es auch, wenn Gott seine Hände über das Paar hält.

So nahmen sie gerne die Möglichkeit wahr, mit anderen am Valentinstag den Gottesdienst für Paare und Verliebte zu besuchen, zu dem Pfarrer Jürgen Frisch mit Ulla Rothkranz, der Gemeindereferentin aus Erkelenz, in die Pfarrkirche St. Martinus eingeladen hatte.

Seit seiner Zeit als Kaplan in Erkelenz gestalten die beiden Theologen einen Gottesdienst am Valentinstag. „Es ist uns daran gelegen, auch einmal all jene einzuladen, die die Gottesdienste nicht so oft besuchen, in dem wir Themen aufgreifen, die sie interessieren“, sagt der Pfarrer und die Gemeindereferentin ergänzt: „Liebe und Partnerschaft sind Themen, die in der katholischen Kirche oft sehr eng geführt werden, und die wollen wir etwas offener gestalten.“

Als Leitmotiv hatten sie „Gemeinsam unterwegs sein“ den Gottesdienst überschrieben, den viele Paare besuchten. „Es geht um die Liebe und um den, der die Liebe ist“, sagte Frisch und weiter: „Die Liebe braucht Momente der Feierlichkeit, und wir wollen heute die Liebe feiern.“ Ein Rucksack, der vor dem Altar platziert war, passte zum Leitthema. Um ihn herum trugen sie all das zusammen, was auf dem Weg notwendig ist: Schuhe, Karten und Kompass, ein Licht, ein Brot und zwei Rosen, eine Scherbe und einen Verbandskasten als Symbol für Konflikte und Verzeihen.

In seiner Predigt griff Frisch ein Gedicht von Reiner Kunze auf. „Rudern zwei in einem Boot, der eine kundig der Sterne, der andere kundig der Stürme…“ So, sagte Frisch, müsse es auch in Ehe und Partnerschaft zugehen. Gemeinsam auf den Weg, sei ein Abenteuer, bei dem man sich gegenseitig ergänze.

Und dennoch: „Man kann auch Schiffbruch erleiden und dann ist es gut, wenn ein anderer Mensch, der in unser Leben gespült wird, uns rettet.“ Aber immer sei es Gott, der uns beistehe – wie in Kunzes Gedicht.

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