Gelungenes Beispiel transnationaler Bildungskooperation

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Sehr angetan von der bisherigen Entwicklung zeigten sich die Verantwortlichen der deutsch-marokkanischen Kooperation. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. 2011 startete eine Deutsch-Marokkanische Kooperation in der akademischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Aachen und der Universität Moulay Ismail in Meknès. Jetzt besuchte eine marokkanische Delegation, unter anderem vertreten mit dem marokkanischen Botschafter, Omar Zniber, den Campus Jülich.

Im Fokus steht der dreijährige Bachelor-Studiengang Angewandte Chemie an der marokkanische Universität Moulay Ismail in Meknès in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen. Er bietet eine praxisorientierte Ingenieursausbildung nach Aachener Vorbild. Die Studierenden erhalten darüber hinaus Deutschunterricht. Das letzte Studienjahr wird in Deutschland absolviert und mit einem Doppelbachelorabschluss beider Hochschulen beendet.

Schon in diesem Herbst soll das Projekt mit einem weiteren Studiengang, Elektrotechnik, ausgebaut werden. Insgesamt sind 70 Studenten beteiligt, informierte der Koordinator, Hamid Chayep. Davon befinden sich 13 Studenten in Deutschland. Ein Auswahlverfahren entscheide über die Aufnahme.

Franz Prielmeier, Dekan des Fachbereichs Chemie und Biotechnologie, berichtete über die Erfahrungen im ersten Jahrgang: „Es gab im Vorfeld natürlich Bedenken, ob das funktionieren würde“, räumte Prielmeier ein. Doch die Rückmeldungen seiner Kollegen fielen durchaus positiv aus. Schon in diesem ersten Jahrgang scheine es gut zu funktionieren.

Dem Projekt der Deutsch-Marokkanischen-Zusammenarbeit steht der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zur Seite.

Auch Isabell Mering vom DAAD zeigte sich erfreut und sprach von einem sehr gelungenen Beispiel einer transnationalen Bildungskooperation. „Wir hoffen, dass auch Elektrotechnik, der zweite Studiengang ‚Made in Germany‘ erfolgreich sein wird.“ Den Studierenden sei ihre wichtige Funktion als Pioniere und Multiplikatoren sehr bewusst, und der Wunsch nach weiteren Kooperationen wachse, teilte Mehring, Projektreferentin für Hochschulprojekte in Nahost und Afrika, mit. „Manch einer träume sogar von einer deutsch-marokkanischen Universität.“

Erweiterung in Gespräch

Nach dem Austausch der Grußworte erfolgte eine Besichtigung der Labore, bevor im anschließenden Gespräche die Erweiterung der Zusammenarbeit und die Auswirkungen des Projektes auf die nachhaltige Entwicklung Marokkos erörtert wurden.

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