Geldstrafe wegen Sozialhilfe-Betrugs

Von: gep
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Aldenhoven/Jülich. Wegen Sozialhilfe-Betrugs hat das Amtsgericht Jülich einen 41-Jährigen aus Aldenhoven bestraft.

Strafrichterin Claudia Wolny befand ihn für schuldig, vor zwei Jahren eine zeitweilige Beschäftigung auf dem Bau verschwiegen zu haben und weiter Sozialhilfe kassiert zu haben.

Dagegen erklärte der Angeklagte, er habe zur Probe ohne einen Arbeitsvertrag eineinhalb Monate gearbeitet und in dieser Zeit vom Arbeitgeber nur Geld für Benzin, Essen und Trinken sowie Zigaretten - insgesamt etwa 450 Euro gegen Quittung - erhalten.

Er war auf einer Baustelle in Scherpenseel beschäftigt, bis die Zollfahnder kamen. Von den vom Arbeitgeber ausgewiesenen Löhnen „habe ich keinen Cent bekommen” beteuerte der Aldenhovener, ledig, zwei Kinder. Sein Chef habe ihn vielmehr immer wieder mit Versprechen hingehalten und sei schließlich abgetaucht. Ein an ihn gerichtetes Einschreiben etwa nicht zustellbar gewesen.

Keine Spesen

Sein Verteidiger rechnete dem Gericht vor, dass, da die Sozialhilfe damals einen Monat gesperrt worden sei, „kein Nachteil zu Lasten der Staatskasse” entstanden sei. Im übrigen sei es „kein normales Arbeitsverhältnis” gewesen. Der Bauunternehmer sei „der eigentliche Dunkelmann” in dieser Causa. Der Verteidiger plädierte auf Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen.

Für Richterin Wolny stand jedoch fest, dass er keine Spesen erhalten habe, sondern „ein Entgelt”. Dies habe er „nicht angezeigt” gegenüber den Behörden. Der Staatsanwalt forderte 50 Tagessätze zu je zehn Euro. Verurteilt wurde er schließlich zu 40 Tagessätzen zu je zehn Euro.

Für ihn sprach, dass er zwar seit dem Jahr 2000 dreimal verurteilt worden, aber die Bewährung nach einer Verurteilung wegen der Einfuhr von Drogen in nicht unerheblicher Menge „durchgestanden” hatte.
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