Geld sammeln, um die Saleskirche für die Jugend attraktiver zu machen

Von: ptj
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Monja Stettner überreicht einer Passanten den Info-Flyer zum Jugendkirchenprojekt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Es hat sich so ergeben“. So beantworteten Annika Liebich (17) und Monja Stettner (19) und auch Propst Josef Wolff die Frage zur Entstehung des Jugendkirchenprojektes. „Es gab schon Angebote. Es fehlte aber was. Das Projekt ist quasi aus den Jugendmessen entstanden“, sagte Stettner.

Anlass war die Marktaktion zur Information über das geplante Jugendkirchenprojekt in der Saleskirche.

Bislang zähle das Jugendkirchenteam bei seinen offenen Treffen in der ehemaligen Seitenkapelle der Saleskirche immer rund 15 junge Leute. Nach dem geplanten Umbau im Sommer soll der Ort zur Begegnung „mit Gott und der Welt“ in Stille und Aktion einladen. Neue Fenster sollen mehr Licht hereinlassen, eine bessere Heizung für mehr Wärme sorgen und Zugluft vermeiden.

Farbe, Technik und flexible Ausstattung sollen auf Jugendliche einladend wirken. Nicht zuletzt sind barrierefreie Türen und Toiletten vonnöten, damit eben jeder dazugehören kann. So will die Jugendkirche Wege für die Zukunft von Kirche ebnen, den christlichen Glauben stärken, jungen Menschen Perspektiven schenken und gastfreundliche Orte mit Atmosphäre schaffen.

7500 Euro-Vorhaben

Obwohl die Pfarrei Heilig Geist und das Bistum Aachen einen großen Teil der Umbaukosten übernehmen, muss noch Geld für gezielte Fundraising-Aktionen aufgebracht werden. Das Jugendkirchenprojekt nutzt in seiner dreimonatigen Sammelphase die Crowdfunding-Initiative der Pax-Bank. Ziel dieses rund 7500 Euro-schweren Teils der Maßnahme ist es, die alten, gebrochenen und dunklen Glasbausteine der Seitenkapelle durch neue helle Fenster ersetzen zu können.

„Ich finde es skandalös, sich für Jugendkirchen querlegen zu müssen, wo sonst sechsstellige Summen in den Erhalt von Kirchen gesteckt werden“, betonte der Propst und nannte den Begriff „deutsche Besitzstandwahrung“. Auch Pastoralreferentin Barbara Biel stieg in das „sensible Thema“ Sanierungsstau ein, der ja „immer größer wird. Schade, dass für innovative Ideen nicht das Geld zur Verfügung steht“, sagte sie.

Die Reaktion der Passanten auf das Verteilen der Info-Flyers mit kleinen Ostersüßigkeiten war am Karsamstag zweigeteilt. Etliche zeigten Interesse und zwar quer durch alle Altersstufen. So tauschte Annika Liebich sogleich mit einer jungen Interessierten Handy-Nummern aus und lud sie zur jugendlich gestalteten Osternacht in St. Franz Sales ein.

Andere Marktbesucher waren entweder generell am Thema Kirche nicht interessiert oder daran, wie Jugendliche ihren Glauben leben wollen – obwohl sie ja bekanntlich die Zukunft der Kirche gestalten.

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