Jülich - Geigenlehrerin Angelika Cosatto: Abschied nach 32 Jahren

Geigenlehrerin Angelika Cosatto: Abschied nach 32 Jahren

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
kammerkonzert_bu
Spielt zum Abschluss selbst die Fidel: Angelika Cosatto geht nach 32-jähriger Lehrtätigkeit an der Musikschule in den Ruhestand. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit einem vorzüglichen Kammerkonzert in der Schlosskapelle zum Abschluss des Schuljahres haben sich Schüler und Dozenten der Musikschule von Angelika Cosatto verabschiedet. Die beliebte Geigenlehrerin geht nach 32-jähriger Lehrtätigkeit an der städtischen Institution in den Ruhestand.

Das anspruchsvolle Programm in kammermusikalischer Besetzung reichte vom Barock über Klassiker und Impressionisten bis in die Moderne.

Mit dem „Grave - Allegro” aus der Triosonate op. 3 Nr. 1 von Arcangelo Corelli entführten Hedda Matzerath (Oboe), Annette Grooß (Violine) und Valerie Rathmann (Cello) ins Barock, begleitet von Melani Becker am Klavier. Ein Werk dieses berühmten Geigers aus dem 17. Jahrhundert hatte auch Cosatto ausgewählt, das sie in der zweiten Konzerthälfte in Begleitung von Gitarristin Manuela Riedel in Perfektion auf ihrer Violine erklingen ließ: Das „Preludio” sowie die beliebten instrumentalen Tanzformen „Allemanda”, „Sarabanda” und die lebhafte „Giga” aus der Sonata e-moll.

Junge Violinistinnen

Mit dem Menuett von Joseph Haydn und der feurigen ungarischen „Czardas” von Andrea Holzer-Rhomberg glänzten „ihre” jungen Violinistinnen Charlotte Wellmann, Emely Appuhn und Hannah Kochs sowie Cellist Torben Appuhn. Cosatto dirigierte von ihrem Sitzplatz aus oder begleitete am Klavier. „Ihr wart so toll, vielen Dank”, übergab sie gerührt Pralinenpäckchen.

„Super” klang es begeistert aus dem Publikum, als der zwölfjährige Querflötist Kevin Broch die „Syrinx” aus der griechischen Mythologie in einer höchst anspruchsvollen Komposition von Claude Debussy interpretierte. Nicht fehlen durfte Mozart: Die Violinistinnen Annette Grooß und Alexandra Bott und Madita Rathmann auf der Viola begeisterten mit dem „Adagio - Rondo” aus der Serenade Nr. 4 in C-Dur. „Libertango”, ein tolles Stück aus der Feder des „Tango nuevo”-Schöpfers Astor Piazolla brachten Cellistin Valerie Rathmann und Gitarrist Johannes Koslowski zu Gehör.

Gleichermaßen brillierte der junge Trompeter Leonhard Rathmann mit dem „Andante - Allegro” aus dem Konzert von Joseph Guy Ropertz. Mit den Tänzen „Beguine” von Eric Osterling und „Waltz - Burlesk” von Leroy Ostransky glänzte das Klarinettentrio Eva Gruse, Veronica Schovenberg und Milena Klameth mit Maximilian Lühring am Klavier.

In die Welt der barocken Suiten kehrte das Violinenquartett Judith Dammers, Katharina Rings, Julia Klameth und Marie Nestler zurück, mit der eindrucksvollen Interpretation der „Gavotte - Musette” von Justus Weinreich. Zu Träumen von einer griechischen Taverne verführten Eva Gruse (Klarinette) und Katja Zander und Manuela Riedel auf der Gitarre mit den flotten Stücken „Swing 42” und „Minor Swing” von Django Reinhardt.

Perfekt harmonisierten Querflötistin Julia Delonge und Lara Wolff am Klavier beim „Allegro” aus der Sonate g-moll von Bach. Einfühlsam präsentierten Violinistin Isabel Rathmann und Pianistin Kathrin Simons mit „Aus der Heimat” die slawische Seele des Komponisten Friedrich Smetana. Jazzig wurde es zum Abschluss mit vier Saxophonen in ebenso vielen Stimmlagen: Marina Mohr, Walter Sembritzki, Steffen Neuß und Michael Offergeld interpretierten in flotter Manier „La Troucha” von Fritz Pauer.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert