Geht der TTC ohne Walther ins Spitzenspiel?

Von: Jörg Sauer
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Wenn Spitzenspieler Ricardo Wa
Wenn Spitzenspieler Ricardo Walther morgen nicht eingesetzt werden kann, ist die Nr. 2, Lauric Jean, umso mehr gefordert. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich reist morgen (Anschlag 15 Uhr) zum Gipfeltreffen der 2. Tischtennis-Bundesliga nach Bergneustadt. Und diesmal sind sich alle Experten einig: Alles anderer als ein heißer Tanz und ein knapper Ausgang wären eine Überraschung.

Doch wenn die Experten von „Dramaturgie pur” sprechen, gehen sie davon aus, dass beide Teams mit Topbesetzung am Start sind. Aber genau diese Voraussetzung ist bei den Indeländern mit einem großen Fragezeichen versehen. Ricardo Walther, Jülichs Nr. 1 und wahrscheinlich bester Spieler der Zweiten Bundesliga, ist verletzt. Walther absolvierte zu Beginn der Woche einen Lehrgang der Deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf und zog sich vermutlich auf Grund der starken Überbeanspruchung eine Schulterverletzung zu.

TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig bestätigte: „Zum jetzigen Zeitpunkt könnten wir Walther nicht einsetzen. Der Physiotherapeut hat ebenfalls rotes Licht gezeigt. Wir können erst kurz vor dem morgigen Spiel entscheiden, ob Ricardo an den Tisch gehen kann. Notfalls müssen wir ihn für seinen wichtigen Einsatz in Bergneustadt fit spritzen.” Ohne Walther wird Jülich gegen Schwalbe Bergneustadt nur schwer gewinnen können, zumal dann die komplette Mannschaft in der Setzliste aufrutschen müsste. Mit Walther stehen die Siegchancen gut.

Dimmig ist für alle Fälle taktisch gewappnet: „Falls Ricardo nicht fit ist oder nicht fit gespritzt werden kann, werden wir ihn wohl trotzdem nominieren und seine Spiele kampflos abgeben. Das hat zumindest den großen Vorteile, dass wir nicht aufrutschen müssen und jeder Spieler an seiner taktischen Position bleiben kann.” Mit einem gesunden Walther können die Jülicher in allen Paarkreuzen zumindest eine ausgeglichene Bilanz erzielen. Durch die Versetzung von Christian Strack ins untere Paarkreuz sollten die Indeländer dort sogar leichte Vorteile haben. Es ist also kein Geheimnis, dass die Doppel wieder das Zünglein an der Waage sein könnten.

Der Coach: „Die Doppel werden natürlich wichtig sein. Aber mit den Bergneustädter Doppeln sind wir schon im Hinspiel gut klar gekommen, deswegen bin ich auch diesmal zuversichtlich.” Mit einem Sieg könnten die Indeländer gar die Tabellenspitze erklimmen. Der aktuelle Primus SV Siek rangiert punktgleich vor den Herzogstädtern, doch die Sieker haben am Wochenende zwei Spiele vor der Brust. Dabei sollte das morgige Match beim MTV Jever ein Selbstläufer werden, aber heute könnte sich Jülichs Mitbewerber um die Meisterschaft in der eigenen Halle an Hertha BSC Berlin die Zähne ausbeißen.
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