Gebrauchtkaufhaus des Christlichen Sozialwerks hat „Möbel und mehr”

Von: Dorothée Schenk
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Kunterbuntes Angebot im Kaufha
Kunterbuntes Angebot im Kaufhaus „Möbel und mehr”. Foto: Schenk

Jülich. Die Sesselchen aus den 50er Jahren hat das findige Auge sofort entdeckt, ebenso die rund 100 Jahre alte Orgel. Sie stehen in guter Nachbarschaft zu Küchenzeile, Regalen und Schlafzimmereinrichtungen bei „Möbel und mehr” in Jülich.

„Wir bieten etwas für Nostalgiker und natürlich für Menschen mit kleinem Geldbeutel”, erläutert Projektleiterin Mechthild Bonz. Dass das Gebrauchtmöbelkaufhaus des Christlichen Sozialwerks kein „Ghetto” für Menschen mit geringem Einkommen ist, sondern das breite Angebot jedermann offen steht, darauf legen die Dipl.-Pädagogin und ihr zehnköpfiges Team besonderen Wert. Die Mannschaft setzt sich zusammen aus Bürgerarbeitern, Brückenjobbern, Alleinerziehenden, die den Wiedereinstieg ins Berufsleben suchen, sowie zwei Festangestellten.

Nicht ohne Grund heißt das Unternehmen „Möbel und mehr”. Das „mehr” ist einerseits das preiswerte Warenangebot, das auch Keramik, Glaswaren und Nippes bietet, ist aber auch die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt sowie im christlichen Sinne die Bewahrung der Schöpfung durch den Recycling-Gedanken. Wiederverwertung, keinesfalls Entsorgung steht im Mittelpunkt.

Sachspenden

Da die Lagerkapazitäten an der Schützenstraße begrenzt sind, ist beim Anschauungstermin im Heim der Sachspender eine der vornehmsten Aufgabe die Auswahl. Das Team wirbt um Verständnis, wenn liebgewordene Möbel und Gegenstände zuweilen abgelehnt werden müssen, weil den Erfahrungen nach ein Wiederverkauf nicht möglich ist. „Es ist ein schwieriger Balance-Akt”, weiß die Projektleiterin, denn schließlich ist das Haus auf diese Sachspenden angewiesen - übrigens ebenso wie auch zusätzliche Geldquellen.

Denn „Möbel und mehr” refinanziert sich (noch) nicht selbst. Aber: „Der Bedarf ist da. Möbel und mehr ist aus dem sozialen Netzwerk Jülichs nicht mehr wegzudenken”, betont Bonz und weist mit Nachdruck auf die Kooperation mit Vereinen und Initiativen vor Ort vom Caritas-fairkauf-Laden über „Kleine Hände” bis zur „Tafel” hin.

Angesichts der Nachfrage hat das Christliche Sozialwerk als Träger zugestimmt, zehn Stunden länger zu öffnen und zwar zusätzlich montags von 12 bis 16 Uhr, täglich ab 9.30 statt 10 Uhr und dienstags und donnerstags zwei Stunden länger bis 18 Uhr. Termine nach Vereinbarung sind auch möglich.
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