Jülich - Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt

Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt

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Jülich. In den vergangenen Tagen war in den Zeitungen einiges über das „Lutherjahr“ 2017 – 500 Jahre Reformation zu lesen.

Ein besonderes Merkmal ist dabei, dass die Feierlichkeiten im Rheinland nicht nur rein evangelisch, sondern ökumenisch begangen werden. Wen wundert es, dass auch die Gebetswoche für die Einheit der Christen einen Bezug zur Reformation herstellt. Das Motto der anstehenden Gebetswoche lautet „Versöhnung – die Liebe Christi drängt uns“, ein Bibelvers aus dem 2. Korintherbrief.

Wege der Versöhnung gehen

Zwei Gedanken werden hierbei angesichts des Beginns der Reformation vor 500 Jahren betont. Zum einen soll es um die Feier der Liebe und Gnade Gottes gehen, der den Menschen allein aus Gnade rechtfertigt. Das war eine Erkenntnis von Martin Luther, der ihn zur Anprangerung der wahrgenommenen Missstände seiner Zeit führte. Zum anderen soll der Schmerz angesichts der tiefen Spaltungen, die aus der Reformation folgten, benannt und Schuld offen bekannt werden. So wird gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, Schritte auf dem Wege der Versöhnung zu gehen.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist eine besondere Zeit für Gebet, Begegnung und Dialog. Gemeinden und Kirchen brauchen Gottes Gabe der Versöhnung, weil sie eine Quelle des Lebens ist. Sie brauchen sie aber vor allem als Grundlage für ihr gemeinsames Zeugnis in der Welt.

Angesichts der Zerrissenheit der Welt, der extremen Tendenzen in Gesellschaft und Politik setzt Versöhnung, wirklich gelebte Versöhnung, ein Zeichen der Hoffnung.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird in Jülich vom 18. bis 24. Januar gefeiert. Werktags beginnen die Gebetsabende um 19 Uhr und samstags um 17 Uhr. Orte und die jeweiligen Leitgedanken sind der unten stehenden Übersicht zu entnehmen. Höhepunkt der Gebetswoche ist der gemeinsame ökumenische Gottesdienst am Sonntag, 22. Januar, um 11 Uhr in der Christuskirche an der Düsseldorfer Straße.

Übersicht der Veranstaltungen zur Gebetswoche:

Mittwoch, 18. Januar: 19 Uhr, St. Adelgundis, Koslar, Friedhofstraße 9: „Einer ist für alle gestorben“ (2. Kor 5,14).

Donnerstag, 19. Januar: 19 Uhr, Freie evangelische Gemeinde, Wiesenstraße 4, „... nicht mehr für sich selbst leben“ (2. Kor 5,15).

Freitag, 20. Januar; 19 Uhr, Christuskirche, Düsseldorfer Straße, „... nicht mehr nur nach menschlichen Maßstäben“ (2. Kor 5,16).

Samstag, 21. Januar: 17 Uhr, Kapelle im Krankenhaus St. Elisabeth, Kurfürstenstraße 22, „Das alte ist vergangen – Neues ist geworden“ (2. Kor 5,17).

Sonntag, 22. Januar: 11 Uhr, Ökumenischer Gottesdienst, Christuskirche, „Versöhnung – die Liebe Christi drängt uns“ (2. Kor 5,14).

Montag, 23. Januar: 19 Uhr, St. Martinus Stetternich, Martinusplatz 1. „Gott hat uns mit sich versöhnt“ (2. Kor 18-19).

Dienstag, 24. Januar: 19 Uhr, Internationaler Abend, Schlosskapelle der Zitadelle Jülich. „Reconciled to God / Mit Gott versöhnt“ (2 Kor 5,20).

Zu allen Gebetsabenden wird herzlich eingeladen. Besonders hinweisen möchten die Organisatoren auf den in englischer Sprache gehaltenen Abend am Dienstag, 24. Januar, der dem Miteinander der aus verschiedenen Nationen stammenden Einwohnern Jülichs sehr entgegen kommt.

Die Materialien für die Gebetswoche für die Einheit der Christen wurden von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) auf Einladung des Ökumenischen Rates der Kirchen erstellt. Auf Basis dessen gestalten der Sachausschuss Ökumene, die beteiligten Ortskirchen und das Museum Zitadelle die jeweiligen Veranstaltungen.

Information zur Gebetswoche, einschließlich Flyer zum Download, finden Interessierte unter www.kirche-juelich.de.

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