Jülich - Geballter Nachwuchs im Brückenkopf-Zoo

Geballter Nachwuchs im Brückenkopf-Zoo

Von: Manuela Horrig
Letzte Aktualisierung:
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Die Damwild-Kälber ziehen die Park-Besucher in ihren Bann. Foto: Horrig
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Eines von fünf Schwarzschwan-Küken dreht auf dem Zoo-Weiher seine Runden. Foto: Horrig

Jülich. Häufiger als sonst machen die Besucher des Brückenkopf-Parks Jülich seit einigen Wochen einen Abstecher zum unteren Teil des Zoo-Weihers. Was es dort zu sehen gibt, ist einfach nur niedlich und eine faustdicke Überraschung: Die beiden Schwarzschwäne haben ungewöhnlich viel Nachwuchs. Fünf flauschige Schwanenküken haben vor kurzem das Wasser erobert und schwimmen, wohl behütet vom Elternpaar, ihre Runden. Zwei oder drei Küken gelten als normal.

Noch ist der Nachwuchs des schwarzen Schwanenpärchens weiß oder besser grau, das prächtige Gefieder bekommen sie erst später. Das Pärchen hat in diesem Jahr wieder das Nest auf einer kleinen Insel bezogen, um zu brüten. Anfang Juni sind dann die Küken geschlüpft. Seit kurzem wagen sich die Kleinen ins Wasser und unternehmen erste Entdeckungsrunden.

Die Schwanendame selbst findet sich in ihrer Mutterrolle gut zurecht und hält stets ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs. Beim Vorbeigehen am Nest richtet sich das Weibchen oft noch ein wenig auf, sträubt das Gefieder und nimmt genau wie sein in der Nähe befindlicher Partner eine drohende Haltung ein. Verhält man sich aber ruhig, beruhigt sich das Schwanenpaar gleich wieder.

Von dem Gelege war am Ende der rund 40 Bruttage nur noch ein Ei zu sehen. Jetzt erobern fünf Küken nicht nur den Teich, sondern auch die Herzen der Zoogäste. Trauer- oder Schwarzschwäne stammen aus Australien und die Küken werden ungefähr nach fünf Monaten flügge.

Doch nicht nur bei den Trauerschwänen gibt es Nachwuchs. Auch Meister Adebar und seine Frau haben momentan alle Schnäbel voll zu tun, ihre vier hungrige Küken zu füttern, die ebenfalls vor gut zwei bis drei Wochen in dem großen Storchenhorst schlüpften. Nun sind die Storcheneltern ununterbrochen und immer abwechselnd damit beschäftigt, Futter herbeizuschaffen. Solange die Jungen noch klein sind, bleibt ein Elternteil immer im Horst, um den Nachwuchs vor dem Wetter oder potenziellen Feinden zu schützen. Etwa 64 Tage muss für den Nachwuchs gesorgt werden, erst dann verlassen die Jungstörche den Horst. Mit Rücksicht auf das Storchenpaar und die Jungvögel wurde der Weg im Haustiergehege stellenweise gesperrt.

Zum gefiederten Nachwuchs gesellen sich im Damwildgehege noch drei Kälber. Sträucher und Baumstämme bieten den gepunkteten, rotbraunen Kleinen genügen Sichtschutz, damit sie die nötige Ruhe für eine gesunde Entwicklung erhalten. Doch wie auch bei Menschenkindern siegt ab und an die Neugier. Schon relativ groß, aber trotzdem noch etwas wackelig auf den Beinen und mit puscheligem Fell laufen sie bei aus ihrer Sicht bestehender Gefahr mit den Muttertieren durchs Gehege.

Nimmt man sich die Zeit, und beobachtet die Tiere, dann ergibt sich sicher der eine oder andere fotografische Schnappschuss.

Dennoch gilt wie für alle „Wildtierbabys“: Solange der Nach wuchs klein ist, sollte man die Tiere nicht unnötig in ihrer Ruhe stören oder mit gut gemeintem und mitgebrachtem Futter falsch versorgen.

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