Gastronomiebau am Schwanenteich kann kommen

Von: -vpu-
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Die alte Trinkhalle muss weichen, wenn das Gastronomie-Projekt des Jülichers Max Lenzenhuber am Schwanenteich gebaut wird. Den kleinen Bau zu ertüchtigen, sei nicht wirtschaftlich, sagte der Initiator im Stadtrat. Foto: Uerlings

Jülich. Der geplante Gastronomie-Bau am Schwanenteich rückt näher. Mit Mehrheit hat der Jülicher Stadtrat am Donnerstag zugestimmt, dem Projektinitiator Max Lenzenhuber Erbbaurecht an einer Teilfläche zu erteilen. Dieses Recht erlaubt es, dass über einen befristeten Zeitraum gegen Bezahlung Gebäude auf einem fremden Grundstück errichtet werden.

Der geplante Zeitraum im Fall Schwanenteich-Ga­stronomie liegt bei „zunächst 50 Jahren“, wie Bürgermeister Axel Fuchs auf Anfrage informierte. Der Beschluss sei in nichtöffentlicher Sitzung mit deutlicher Mehrheit getroffen worden (bei acht Gegenstimmen). Der Vertrag ist allerdings noch nicht unterzeichnet. Das geschehe erst, wenn die Baugenehmigung und eine gesicherte Finanzierung vorliegen. Max Lenzenhuber will das Projekt mit dem Namen „Schwan“ an der Seite von Investoren realisieren.

Im öffentlichen Teil der Ratssitzung hatte Lenzenhuber noch einmal Pläne und Motive dargelegt. Dabei ging er auf Fragen und Kommentare ein, die laut geworden sind. Er sei kein „Investor, der heuschreckenartig“ nach Renditeobjekten suche, stehe künftig auch nicht selbst am Herd, wolle keinen „wuchtigen“ Bau, der die Sichtachsen über den Teich behindert und vor allem nichts schönrechnen. Seit 2009 gehe er mit der Idee schwanger und sei ausschließlich auf dieses Projekt fokussiert, das eine Herzensangelegenheit sei.

Vom Erfolg und Bedarf ist er nach intensiver Auseinandersetzung und auf Basis einer Marktanalyse überzeugt. Lenzenhuber benannte Beispiele erfolgreicher Gastronomieangebote in der Region, die zum Teil mitten in der Landschaft oder in kleinen Dörfern liegen und dennoch durch Zuspruch von außen seit Jahren funktionieren. Nicht zuletzt sei das Jufa-Gästehaus am Jülicher Park ein Beispiel, denn an über 20.000 Übernachtungen pro Jahr dort hätten in der Diskussion im Vorfeld viele nicht geglaubt.

Die Inneneinrichtung des Flachdachbaus, der auf der oberen Etage ein Bistro und eine Außenterrasse und im Ufergeschoss eine gehobene Gastronomie enthalten soll, überlässt er nicht dem Zufall. Der weltweit renommierte Innendesigner Krasimir Kapitanov wolle hier für den „Schwan“ in Jülich erstmals in Deutschland tätig werden.

Der Finanzökonom und Unternehmensberater ging auch auf den Vorschlag ein, die Gastronomie doch einfach in der vorhandenen Trinkhalle unterzubringen. Das stehe aber bei aller Liebe auch für ältere Gebäude in keinem Verhältnis zu den Kosten. Um Sanitäreinrichtungen, Technik und das Gebäude selbst flottzumachen, seien geschätzt etwa 300.000 Euro nötig. Dafür erhalte man dann eine Ga­stronomie mit vier Tischen. Lenzenhuber: „Welchen Nutzen hat das für Jülich?“

Die Trinkhalle muss also weichen, wenn das Projekt auf rund 600 Quadratmetern Fläche realisiert wird.

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