Ganz Linnich fährt ab auf die schnelle Datenautobahn

Von: ojo
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In diesen Verteilerkästen steckt Linnichs Auffahrt zur Datenautobahn. Die „Väter“ des schnellen Internets freuen sich über das vollendete Werk: v.l. Lothar Kurtz (Netzplaner), Frithjof Gerstner (RWE Deutschland), Andreas Schneider (NetAachen), Beigeordneter Hans-Josef Corsten und Bürgermeister Wolfgang Witkopp. Foto: Jonel

Linnich. Eigentlich müsste ein Feuerwerk gezündet werden angesichts der Bedeutung des Ereignisses, meinte Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp stolz. Der Anlass würde es rechtfertigen: Gemeinsam mit RWE Power und NetAachen vollzog die kleine Stadt an der Rur den Anschluss an die Datenautobahn.

In Linnich und seinen Ortschaften ist das Surfen im World Wide Web mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s möglich.

Mit Superlativen wurde die Vollendung eines Werks verkündet, auf das viele im Stadtgebiet seit langer Zeit warten. Das gesamte Stadtgebiet ist mit Glasfaserkabeln versehen. Die Betonung liegt auf „gesamt“. „Wir haben eine flächendeckende Versorgung hinbekommen. Das ist das Besondere“, betonte Frithjof Gerstner, Kommunalbetreuer bei RWE Deutschland, das Alleinstellungsmerkmal Linnichs.

Dass eine Kommune nicht etappenweise, sondern in einem Zug die Versorgung mit Glasfaser umgesetzt habe, sei eine Seltenheit. Ebenfalls bemerkenswert sei, „dass das relativ glatt ging“. Mitte Februar begannen die Tiefbauarbeiten. Mit regional ansässigen Firmen und einer aus Neuwied wurden die Tiefbauarbeiten bis zum Sommer abgeschlossen. 28.000 Meter Glasfaserkabel wurden verlegt, 32 neue Technikkästen aufgestellt. Zwei dünne Kabel, bestehend aus je 288 Glasfaser, sind der Schlüssel zum schnellen Internet, wobei eines lediglich zur Absicherung dient.

Quantensprung

Obwohl das jetzt Erreichte einem Quantensprung gleichkommt, steht die Zukunft quasi schon vor der Tür. „Ab dem kommenden Sommer schalten wir auf die nächste Stufe, 100 Mbit/s-Technik“, stellte Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen, in Aussicht.

Jetzt schon, und ab dem nächsten Jahr erst recht, habe „Linnich mit dem schnellen Internet einen attraktiven Standortfaktor mehr“.

Auch Scheider lobte ausdrücklich die „einzigartige Konstellation“, die in Linnich zur Umsetzung des Gesamtprojekts geführt habe.

Linnichs Beigeordneter Hans-Josef Corsten pflichtete dem ohne Abstriche bei. Die Stadt selbst habe zur schnellen Umsetzung ihren Part beigetragen, hatte sie doch im Vorfeld mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II Teilbereiche der Stadt mit Leerrohren ausgestattet.

Rund zwei Millionen Euro wurden in die Tiefbauarbeiten investiert, eine halbe Million für die Technik kam hinzu. 5500 Haushalte haben nun die Möglichkeit, sich bei NetAachen oder einem anderen Anbieter – Schneider: „Wir haben das Netz nicht abgeschottet.“ – ein Angebot unterbreiten zu lassen.

Rund vier Wochen nach Auftragseingang stehe die uneingeschränkte Nutzung der „Datenautobahn“ mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung. Ins Gemeindezentrum Körrenzig lädt NetAachen am Mittwoch, 3. Dezember, zu einer Informationsveranstaltung ein und wird ab 18.30 Uhr alle Fragen rund um Glasfaser und Produkte beantworten.

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