Galerie im Renaissancegarten: Ren Rongs „Dialog der Weltkulturen“

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Stolz zeigt Ren Rong die von Bürgermeister Axel Fuchs überreichte silberne Zitadellen Medaille. Foto Wolfgang Emde Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Der Bürgermeister der Stadt Jülich konnte mit Stolz viele Gäste in der Schlosskapelle begrüßen, als er im Beisein des Künstlers Ren Rong die überregional bedeutende Kunstausstellung eröffnete.

Stolz auf die Gelegenheit, in Jülich diesen renommierten Künstler und sein Werk zu präsentieren, sinnierte Fuchs in einem kurzen Exkurs über Kunst. Die Frage „Ist das Kunst oder kann das ins Museum?“ gab Anlass zum Nachdenken, „wie bringe ich Menschen ins Museum oder Kunst zum Menschen?“. Die persönlichen Antworten gab es an diesem Tag live. Der Renaissancegarten der Zitadelle verwandelte sich in eine Galerie, in der die Stelen des Künstlers aufgestellt waren. Die Kunst kam zum Menschen, die Menschen kamen, um diese Kunstwerke anzusehen und haptisch zu erfahren. Die Anmerkung von Axel Fuchs „In Jülich machen wir Kultur immer vernünftig“, bewahrheitete sich zumindest schon einmal mit dieser Aktion.

Jülich öffnete sich dieser Kunst aus zwei Kulturen besonders gern, da in unserer Stadt über 1000 chinesische Mitbürger mit uns leben. So entstand auch die Idee zur Städtepartnerschaft mit Taicang, die bald schon aufblühen soll.

Zum Abschluss seiner Rede zitierte Axel Fuchs Maxim Gorki: „Wissenschaft ist der Verstand dieser Welt – Kunst die Seele“. Er überreichte dem Künstler Ren Rong eine Silbermedaille mit der Abbildung der Schlosskapelle.

Marcell Perse stellte im Gespräch den Künstler vor, der in seiner Person schon Weltkulturen verbindet. Der Titel der Ausstellung „Dialog der Weltkulturen“ wurde von Ren Rong sehr bewusst gewählt, da er die mehr als 5000 Jahre alte Kultur des Reiches der Mitte ebenso schätzt wie das kompositorische, bildnerische und literarische Kulturgut Deutschlands. Ren Rong betonte, dass gerade in Deutschland, respektive in Berlin besonders weltoffene Kultur gelebt und Kunst gezeigt wird.

Der Künstler selbst lebt in Bonn, pendelt aber ständig zwischen Europa, Asien, und Süd Amerika. Er führte aus, dass Kunst Austausch sein muss und auch Länder wie den Irak, den Iran und Syrien erreichen soll mit ihrer Botschaft für den Frieden. Marcell Perse und Christoph Clemens erläuterten das Begleitprogramm zur Ausstellung, das zu Dialog, Musik und Workshops einlädt.

Gerne nahmen die Gäste die Einladung in den Renaissancegarten an, bewunderten die trotz des robusten Materials filigranen Stelen, in denen besonders der Pflanzenmensch immer wieder auftaucht und die Einheit von Mensch und Natur symbolisiert. Eine afrikanische Trommelgruppe gestaltete stimmungsvoll das musikalische Rahmenprogramm. Der Dialog der Weltkulturen hatte bereits begonnen.

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