Gäste bereiten Dr. Jöcken einen würdigen Abschied

Von: bw
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Nach Jahrzehnten priesterlichen Dienstes im Jülicher Land übergibt Pfarrer Dr. Peter Jöcken (r.) den die sieben Gemeinden symbolisierenden Stab an seinen Nachfolger, Gemeindereferent Ralf Cober. Foto: Wickmann

Schophoven. Das Ehrenamtlerfest des Seelsorgebereichs Süd-West im Dorfgemeinschaftshaus Schophoven stand im Zeichen großer Veränderungen. Seit 1976 ist Pfarrer Dr. Peter Jöcken im Jülicher Land tätig und blickt auf eine lange Zeit zurück, in der er die Menschen in seinem Seelsorgebereich betreut hat.

Zuletzt war er für die Weggemeinschaft Heilig Geist in Kirchberg, Bourheim, Selgersdorf, Krauthausen, Koslar und Schophoven tätig. Nun ist für ihn die Zeit gekommen, in den Ruhestand zu treten. Wer Jöcken kennt, weiß, dass ein kompletter Rückzug ins Privatleben nichts für ihn ist. Deshalb wird er ab Februar wieder als Subsidiar seinen Gemeinden zur Verfügung stehen.

Bis es soweit ist, nimmt er sich eine längere Auszeit, in der er sich mit dem Studium der arabischen Sprache beschäftigen will. Den Leitspruch „Mag sein, dass der jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht“, des Theologen Dietrich Bonhoeffer hat er sich als Motto ausgesucht und setzt es auch um.

Bei seiner Verabschiedung überreichte Jöcken auch symbolisch den Stab an seinen Nachfolger Ralf Cober, der als Gemeindereferent neben den bisherigen Gemeinden auch Barmen betreuen wird. „Ich weiß, dass die Fußstapfen meines Vorgängers groß sind, aber ich werde mich bemühen, sie bestmöglich zu füllen“, betonte Cober in seiner Antrittsrede. Zur Feier waren zahlreiche Gäste nach Schophoven gekommen, um dem Geistlichen für seinen langjährigen Einsatz zu danken und ihm eine würdige Verabschiedung zu bereiten.

Gemeinderatsvorsitzender Norbert Freudenberg aus Bourheim fand in seiner Rede die richtigen Worte und lieferte den Zuhörern einen guten Überblick über Jöckens bewegtes Leben. Seit über fünfzig Jahren ist er als Priester tätig und hat schon unzählige Messen gelesen, Taufen, Begräbnisse und Trauungen gehalten. Obwohl er immer ein offenes Ohr für alle hatte und für jeden ansprechbar war, war er auch bereit, Auseinandersetzungen zu führen, um das Beste für seine Gemeinde zu erreichen.

Als Dank für seine Dienste kamen zahlreiche Mitglieder – unter anderem der Caritaskreise, der Frauengemeinschaften, der Kindergärten, der Messdiener, der Schulen, der Senioren, der Arbeiterwohlfahrt oder der örtlichen Vereine – auf die Bühne und überreichten Jöcken jeweils eine Blume als Zeichen der Dankbarkeit. Zusätzlich brachten mehrere Gemeindemitglieder jeweils ein Puzzlestück mit auf die Bühne, das an einer Tafel befestigt wurde. Alle Stücke ergaben zusammengesetzt eine Karte mit allen Teilbereichen des Seelsorgebereichs Süd-West.

Als besondere Erinnerung erhielt er auch einen Stab mit sieben Ringen überreicht, wobei jeder Ring für eine Gemeinde steht. Der Schophovener Ortsvorsteher Matthias Hahn fand in seiner Laudatio lobende Worte für Jöckens Arbeit und überreichte mit Maikönig Max Heiden ein Bild der Gemeinde Schophoven als Erinnerung.

Für die Verabschiedungsfeier war extra ein Projektchor zusammengestellt worden, der unter der Leitung von Andreas Herzog kirchliche Lieder wie „Gott nahe zu sein“ anstimmte und ein witziges selbstgeschriebenes Lied über ihren „Dorfpastor“ zum Besten gab, das viel Applaus bekam. Zu Ehren des Ehrengastes spielte auch der Spielmannszug Schophoven auf. Zum Ende eines bewegten Abends folgte noch ein gemütliches Beisammensein.

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