FZJ untersucht Bäume als Wolkenmacher

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Jülich. Wer gerne im Wald spazieren geht, kennt ihn: den typischen würzigen Waldgeruch. Verursacht wird er laut Forschungszentrum Jülich unter anderem durch gasförmige organische Moleküle, die die Bäume in die Luft abgeben.

Diese Moleküle sind auch Ausgangsstoffe für Wolkenkeime, die Aerosole, kleinste Teilchen in der Luft. Jülicher Forscher haben untersucht, wie Stress – etwa durch Hitze und Trockenheit oder Schädlinge – die Emissionen der Bäume verändert – und damit ihre Fähigkeit, Wolken zu bilden.

In einer Pflanzenkammer setzten sie Tannen-, Fichten und Birkenschösslinge Stresssituationen aus und analysierten, welche Aerosole, also Wolkenkeime, entstanden. Trockenstress und Hitze führten zu kleineren Aerosolen. Aus diesen bilden sich grauere Wolken, die das Klima wenig kühlen und Regen mit sich bringen.

Schädlingsbefall führt zu größeren Aerosolen, was eher zu weißeren Wolken führt, die besser kühlen als graue. Im Freiland wird nun untersucht, ob diese Prozesse im großen Maßstab über Wäldern stattfinden.

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