FZ-Kita: Die „Kleinen Füchse“ sind nun auch kleine Forscher

Von: jan
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Winke, winke: Die Kinder aus der Kita „Kleine Füchse“ am Forschungszentrum sind jetzt offiziell kleine Forscher. Foto: Jansen

Jülich. Der kleine Widerspruch ist jetzt beseitigt. „Es konnte ja nicht sein, dass die Kindertagesstätte am größten Forschungszentrum Deutschlands nicht dem Netzwerk ‚Haus der kleinen Forscher‘ angehört“, sagte Thomas Rachel, als er am Dienstagmorgen zu Besuch in der Kita „Kleine Füchse“.

Die Einrichtung ist an das Forschungszentrum (FZJ) angegliedert, steht aber auch Kindern offen, deren Eltern nicht im FZJ arbeiten. Jetzt sind die „Kleinen Füchse“ als „Haus der kleinen Forscher“ anerkannt.

Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine deutschlandweite Initiative, der rund 26.000 Kitas angehören. Voraussetzung dafür ist, dass die Erzieherinnen und Erzieher Fortbildungen besucht haben und die Kinder in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördern. Wenn das funktioniert, dann bringt die Initiative eine Plakette am Eingang der Kita an, die jedem zeigt, dass hier ein „Haus der kleinen Forscher“ ist.

Thomas Rachel ist CDU-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Düren, Staatssekretär am Bundesministerium für Bildung und Forschung und Schirmherr der Initiative „Haus der kleinen Forscher“. Alleine im Kreis Düren geben es 93 Kitas, die als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert sind, sagte Rachel. Er erklärte auch, dass die Initiative das größte Netzwerk in Deutschland sei, in dem es um die Förderung von Kleinkindern geht. Zehn Millionen Euro pro Jahr gibt das Ministerium laut Rachel für die Initiative aus.

„Nicht aufzuhalten“

Susann Köhler leitet die Kita am Forschungszentrum und sie betonte, dass die Kinder den Impuls gegeben haben, dass ihre Einrichtung ein „Haus der kleinen Forscher“ wird. „Zunächst dachte ich, dass der Wunsch mehr von den Eltern kommt“, sagte Köhler. „Wir haben unsere Kinder dann beobachtet und festgestellt, dass sie einfach gerne forschen“, beschrieb die Kita-Leiterin. „Der Wissens- und Forschungsdrang ist nicht aufzuhalten.“

Die Forschung bei den „Kleinen Füchsen“ geschehe oft sehr spontan. Und sie habe auch die Sichtweise der Erzieher verändert. „Wir sehen die Welt jetzt wieder etwas mehr mit den neugierigen Augen der Kinder“, erklärte sie.

Die Kita hat einen eigenen Forschungsraum. Das spannendste Dauer-Experiment im Moment sind die Schnecken-Babys, die die Kinder derzeit jeden Tag bestaunen. Das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Kindertagesstätten neu darum bewerben.

Zum Schluss fasste Thomas Rachel zusammen, wobei es beim „Haus der kleinen Forscher“ geht: „Vielleicht gehört ihr später einmal zu den großen Forschern nebenan im Forschungszentrum.“

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