Fußball-Feriencamp der Jülicher „Zehner”

Von: hfs.
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Zwischen den Trainer und den F
Zwischen den Trainer und den Fußballkids stehend, begrüßte Peter Kosprd (Mitte) die 131 Mädchen und Jungs, die zum 10 Fußball-Feriencamp der „Zehner” angemeldet worden waren. Foto: hfs

Jülich. Hier 131 Kinder in Erwartungshaltung auf das, was kommen mag. Dort die Eltern oder Großeltern, nicht minder aufgeregt, und dort 15 Trainer und 25 Betreuerinnen und Betreuer, entspannt, wohl wissend, was alle in den nächsten fünf Tagen erwartet.

Und zwar beim 10. Fußball-Feriencamp der Jülicher „Zehner”, das am Dienstag um 10 Uhr im Karl-Knipprath-Stadion in Jülich eröffnet wurde.

„Schön ist es, auf der Welt zu sein....” waren es Roy Black und Anita, mit deren Songtext die Kids und Anhang begrüßt wurden. „Dies ist seit zehn Jahren so. Ein Sponsor von uns wünscht sich dieses Lied immer”, lachte Peter Kosprd, seit ebenso langer Zeit zusammen mit Hans Scheiba die Macher und Motoren des „Zehner”-Camps, zu dem Kinder weit über die Jülicher Grenzen hinaus angemeldet worden waren. Die weiteste Anreise hatte der Enkel des früheren SC-Obmanns Arno Bittmann.

Er kommt aus Australien und ist bei der Oma in Ferien. „Und was liegt da näher auf der Hand, als den Sprössling bei uns anzumelden”, meinte Scheiba. Und begrüßte auch einen Jugendlichen aus Barcelona. Ebenfalls in Jülich in Ferien. „Kein Problem, ich spreche Spanisch.” David Wick hat sich als Trainer zur Verfügung gestellt.

Der Student führt zusammen mit Arno Dombrowa zwar die Gruppe von Borussia Mönchengladbach an, wird seine Trainerkollegen Tobias Leimbach und Markus Gode sicherlich unterstützen, wenn es Sprachprobleme in der Gruppe von Real Madrid geben wird.

Rund 20 Kinder sind auch in der „Meistergruppe” von Borussia Dortmund anwesend. Sie werden von Walter Gasper und Detlef Richter trainiert, in die Fußballkunst eingewiesen. Die Bayer München-Fraktion wird von den beiden Übungsleitern Markus Küven und Helmut Heiermeier angeführt.

Natürlich taucht auch der Gruppenname des 1. FC Köln auf. „Die sind zwar abgestiegen, aber sie kommen wieder”, meinte Schieba bei der Vorstellung, benannte das Trainergespann Wolfgang Mittag und Marc van Snieck. Und die „Zehner”-Frösche werden in den kommenden Tagen von Robert Musiol und Volker Gülpen mit dem Ball vertraut gemacht.

Fußball spielen erlernen die Jugendlichen im Alter von vier bis 15 Jahren an den Vormittagen. Nachmittags geht es dann ins Frei- oder Hallenbad, in den Brückenkopf-Park oder aber in die Zitadelle. Zum zweiten Mal können Kosprd und Scheiba nun auch eine Tennis-Kooperation anbieten. „Dankenswerterweise durch die Initiative von Willi Schiefer und Rainer Schätzler von Rot-Weiß ”, meinte Peter Kosprd.

Dass die Kids sozusagen eine Rundumverpflegung bekommen, dies ist nur durch viele Sponsoren möglich. So zum Beispiel auch die Metzgerei Schepanski, die von Anfang an für die Verpflegung zuständig ist. Sie muss natürlich auch auf religiös motivierte Bräuche achten.

„Da stehen die Jungs wieder im Abseits, rein in die Mitte”, bemühte Kosprd direkt den fußballerischen Sprachgebrauch, als er bei der Begrüßung die sich etwas abseits befindlichen muslimischen Kinder direkt in die Menge beorderte. Die Mädchen und Jungs leisteten auch direkt Folge, sie fühlten sich sichtlich wohl.

Und sie werden auch wie alle anderen die deutlichen Worte vernommen haben, die Kosprd an alle richtete. „Ihr erlernt hier nicht nur das Fußballspiel. Wir stellen auch das Wir-Gefühl heraus, das aber nur mit gegenseitigem Respekt, Achtung und Höflichkeit funktionieren kann”, ermahnte er die Jungs und Mädchen.

Ihnen wurde vor der ersten Berühung mit dem Ball eine komplette Fußballtracht überreicht wurde. Begrüßt wurden die Kinder und Gäste auch von Michael Lignau, dem erstem Vorsitzenden des SC Jülichs 1910/97.

Er dankte den beiden Camp-Machern Scheiba und Kosprd für ihre Arbeit und sprach die Hoffnung aus, dass das Camp weitergeführt wird. Was beide schon im Vorfeld zugesagt hatten.

Nachdem die ersten Trainings-Einheiten absolviert waren, stand das erste gemeinsame Mittagessen an. „Es gibt Rindergulasch”, ließ Peter Kosprd wissen. Und vorausschauend meinte er denn, „dass Rindfleisch an allen Tagen auf dem Tisch steht, aus Rücksicht auf unsere muslimischen Freunde.”
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