Für spezielle Gefahren bestens gerüstet

Von: gre
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Es war schon spektakulär anzusehen, wie die Aldenhovener Wehrleute im Rahmen einer Löschübung eine riesige Gasflamme mit Sprührohren „einfingen“. Foto: Greven.

Aldenhoven. Bei dieser jungen Mannschaft kann sich die Bevölkerung in guten und sicheren Händen fühlen. Beim Tag der offenen Tür zeigte die Freiwillige Feuerwehr Aldenhoven, was sie drauf hat. Nicht nur der inzwischen aus sieben Einsatzfahrzeugen bestehende Fuhrpark und das Arsenal an Einsatzwerkzeugen und -gerätschaften beeindruckten die vielen Besucher, die sich den ganzen Sonntag über am Feuerwehrhaus eingefunden hatten.

Mehr noch waren es die Vorführungen, die den hohen Ausbildungsstand erkennbar machten. Dabei ist die Aldenhovener Löschgruppe eine ganz junge Mannschaft. Ihr ebenfalls junger Löschgruppenführer Andreas Ziegner, der gemeinsam mit Gemeindebrandmeister Wilfried Thelen die Aktionen leitete, gab das Durchschnittsalter seines Teams mit 22 bis 23 Jahre an. „Top motiviert und hundertprozentig verlässlich“, so sein Zeugnis.

Tipps für den „Hausgebrauch“

Es war schon sehr interessant, was man an diesem Tag so bot, vieles auch für den „Hausgebrauch“. So zum Beispiel die Handhabung eines Feuerlöschers in seinen drei möglichen Ausführungsarten als Sauerstoffdrucklöscher, als Pulver- oder Wasserlöscher. Interessierte Besucher wurden zu Selbstversuchen animiert. Allerdings sei bei Fettexplosionen ein feuchtes Handtuch, mit dem die Sauerstoffzufuhr abgesperrt werde, noch am Zweckmäßigsten. Ein Pulverlöscher sei hier nicht geeignet, weil er seinen Inhalt über die ganze Wohnung verteile. Demonstriert wurde auch das Explodieren einer Spraydose. Deshalb solle diese nie der Hitze ausgesetzt werden.

Wie man einen Gasbrand bekämpft, der nicht nur in Großbetrieben, sondern auch an einem mit Gas betriebenen Fahrzeug oder selbst in Verbindung mit einer defekten Gasleitung auftreten kann, wurde eindrucksvoll demonstriert. Für diese Übung stand eine riesige Simulationsanlage vom Feuerwehr-Ausbildungszentrum des Landes NRW zur Verfügung, dessen Anmietung gesponsert worden war. Einer bis zu sechs Meter langen Gasflamme rückten die Wehrmänner mit Sprühwasser zu Leibe und „fingen so die Flamme ein“ bis das Leck oder hier bei der Demonstration das Ventil geschlossen werden konnte.

Für die enorm gestiegenen Anforderungen an die Feuerwehr ist ihre Ausstattung angepasst worden. Als Beispiel wurde die Dekontaminationseinrichtung vorgestellt. Denn Aldenhovens Feuerwehr ist für chemische, biologische und radioaktive Gefährdungslagen als Einsatzgruppe für das gesamte Kreisgebiet vorgesehen.

Mit Eifer bei der Sache

Derartig spezielle Aufgaben erfordern auch eine entsprechende Ausbildung, der sich die jungen Wehrleute mit Eifer unterziehen. Gegenüber den Vorjahren sind die Einsatzzahlen leicht rückläufig. In diesem Jahre waren es bis jetzt „nur“ 89, davon etwa 15 auf „ihrem“ Autobahnabschnitt zwischen Jülich-West und Alsdorf.

Die vielen Besucher, darunter auch Bürgermeister Tertel und einige Ratsmitglieder, waren durchaus angetan von den Demonstrationen ihrer Feuerwehr, die überdies den Besuchern neben den Übungen auch noch Kulinarisches zu bieten hatte.

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