Für Judoka eine gewöhnungsbedürftige Übungseinheit

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In Mirco Fabig (Matte) fanden die Jülicher Judoka einen versierten Lehrmeister in Sachen Selbstverteidigung. Foto: Judoclub

Jülich. Vor kurzem richtete der Jülicher Judoclub (JJC) für seine Mitglieder einen Judo-Selbstverteidigungskurs aus. Hierzu hatte der 1. Vorsitzende Leander Fürst einen hochkarätigen Referenten vom Nordrhein-Westfälischen Judoverband (NWJV) gewinnen können. Mirco Fabig aus Dortmund ist Träger des 5. Dan im Judo und hat den 1. Dan in Jiu-Jitsu.

In vier Stunden vermittelte Fabig 34 Judoka vom JJC einen kurzweiligen Einblick in die Judoselbstverteidigung. Auch wenn Judo heute überwiegend mehr Zweikampfsport ist und mit festen Regeln trainiert wird, so sind doch viele Elemente für die Verteidigung verwendbar.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung – Wo sind Fluchtwege? Was sehen Zeugen? Was ist angemessene Verteidigung? Wie kann ich mich selbst schützen? – ging es über zur Praxis. Da es das erste Mal war, dass sich einige der Teilnehmer mit Selbstverteidigung auseinander setzten, begann Fabig mit einfachen Grundlagen, die auch mit wenig Judo-Wissen sofort umsetzbar waren.

So standen Angriffe von hinten mit festhalten, Schläge ins Gesicht, unerwünschte Umarmungen oder Tritte, die mit einfachen Gegentechniken abgewehrt wurden, auf dem Programm. Für Judoka eine ungewohnte Praxis ist, dass hier auch zurückgeschlagen werden darf (um sich Freiraum zu schaffen), um dann ohne Greifen die Wurftechnik auszuführen.

Besonders die Jüngeren hatten Spaß am symbolischen „Beruhigen“ der Angreifer, wie Mirco Fabig es nannte, nämlich Kick mit dem Ellenbogen oder Schläge ins Gesicht, um dann ungefährdeter flüchten zu können. Denn das Zurückziehen aus der Gefahrenzone, auch mit Hinblick auf weitere Unterstützer des Angreifers, ist der beste Schutz.

Nach einer kurzen Pause, mit Pizza und Getränken gestärkt, wurde der zweite Teil in Angriff genommen. Hier ging es mit Abwehr gegen den so beliebten Schwitzkasten weiter sowie mit anderen Angriffen wie Würgen. Insgesamt verging die Zeit wie im Fluge, auch dank des sympathischen Übungsleiters.

Einer Vertiefung des Gelernten im normalen Judo-Training sowie ein weiterer Kurs zur Selbstverteidigung ist geplant.

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