Für Akzeptanz des „Jülicher Erbes“ werben

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Dr. Rüdiger Urban, Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich. Foto: Wolters

Jülich. Dr. Rüdiger Urban, Vorsitzende des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich, beschäftigt sich zum Jahreswechsel mit der Frage, wie die eigentliche historisch geprägte Kernstadt, die er als „Pasqualinische Altstadt“ bezeichnet, eine ähnlich breite Akzeptanz erlangen kann wie die Zitadelle und das Schloss mit seiner Kapelle.

Daher müsse die künftige Arbeit des Fördervereins verstärkt davon geprägt sein, verstärkt für ein Bekenntnis zum kulturhistorischen Wert der Pasqualinischen Altstadt zu werben und die Hintergründe zu vermitteln. Schließlich stehe ihr Erscheinungsbild aufgrund der stadtbaugeschichtlichen und architekturhistorischen Bedeutung bereits seit 23 Jahren unter dem Schutz einer Denkmalbereichssatzung.

Um hier selbst zu informieren und die Werbetrommel zu rühren, legte der Förderverein das neue achtseitige Faltblatt „Jülicher Erbe der Idealstadtanlage der Renaissance“ vor. Am Tag des offenen Denkmals 2016 seien diese Zusammenhänge auf sechs großen Schautafeln auf dem Marktplatz und bei Stadtführungen der Bevölkerung vorgestellt worden, wobei indes die Resonanz überraschend gering geblieben sei. Besagte Tafeln könnten künftig auch als eigenständige Ausstellung genutzt werden. So sei beispielsweise geplant, sie 2017 im Forschungszentrum zu zeigen. Überdies möchte Dr. Urban seine Führungen am 2. April und 7. Mai im Rahmen der Kooperation mit der Volkshochschule Jülicher Land allein der Pasqualinischen Altstadt widmen.

In den Bemühungen um die langfristige Sicherung der Pasqualinischen Altstadt setzen sich Förderverein und Jülicher Geschichtsverein 1923 beim Stadtrat dafür ein, einen Denkmalpflegeplan für die Stadt Jülich zu erarbeiten, der die Belange des Denkmalschutzes bei allen städtischen Planungen auf eine für alle Seiten belastbare Grundlage stelle.

Das gelte etwa für die Realisierung und Gestaltung des „Kleinen Kreishauses“, wo Stadtentwicklung und Denkmalschutz eine wichtige Rolle spielten. Urban bedauert, dass es hier „ein Jahr Stillstand“ gegeben habe und die von beiden Vereinen angeregte Anbindung des entstehenden Innenhofs an den Rathausvorplatz vom LVR-Amt für Denkmalpflege eine Absage erteilt wurde. Damit sei die Chance vergeben, hier eine Außengastronomie zu ermöglichen.

Kritisch in Bezug auf den Erhalt des „Jülicher Erbes“ sieht der Förderverein die Entscheidung des Stadtrates für eine Bebauung im Bereich des Ellbachbogens südlich der Realschule neben der St. Jakob-Bastion. Hier bestehe die letzte Gelegenheit, das militärisch-funktionale Zusammenspiel einer Bastion mit ihrem Vorfeld, der Bewässerung des Grabensystems sowie der dort noch vorhandenen Stadtmauer und dem Stadttor nachzuvollziehen.

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