Jülich - Fünf Jahre Sicherheit für den Kulturbahnhof Jülich

Fünf Jahre Sicherheit für den Kulturbahnhof Jülich

Von: Volker Uerlings
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Ganz oben: Während Cornel Cremer im Kulturbahnhof zum Beispiel das Kino ins digitale Zeitalter geführt hat, muss die geschätzte alte Programmtafel unter dem Dach noch analog bestückt werden. Die Mischung macht es im KuBa. Foto: Uerlings
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KuBa-Vertrag besiegelt: (v.r.) Dezernentin Katarina Esser und Bürgermeister Heinrich Stommel für die Stadt sowie Klaus Schweizer und Jan Felix Klein (hinten links/ „Kultur im Bahnhof“) haben unterschrieben. Foto: Uerlings

Jülich. Der KuBa ist die Allzweckwaffe Jülichs in Sachen Kultur. Unter dem Dach des Kulturbahnhofs kommen die zusammen, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen: Punkrocker, Chormusiker, Kinobesucher, Kneipengänger, Theater-Schauspieler und -Zuschauer, Jung und Älter, Frauen und Männer, Vereine.

Und alle fühlen sich wohl. Der KuBa ist auch eine Koproduktion. Der Verein Kultur im Bahnhof betreibt die Einrichtung, die Stadt Jülich trägt ihr finanzielles Scherflein bei. Das bleibt auch von 2015 bis 2019 so. Mit Lächeln auf den Gesichtern haben die Vertreter von Stadt und Verein nun den neuen Vertrag unterschrieben, denn alle hatten dabei ein gutes Gefühl, da die Verhandlungen sehr gut gelaufen seien.

Das betonten sowohl Cornel Cremer als KuBa-Geschäftsführer als auch die Jülicher Dezernentin Katarina Esser. Ein bisschen was wurde der Einrichtung angesichts der wirklich maroden Jülicher Finanzlage abgezwackt: 5000 von jährlich 10.000 Euro für die Betriebskosten wurden gestrichen. Das sei aber zu verkraften, hieß es.

Kultur im Bahnhof e.V. erhält jährlich alles inklusive 67.000 Euro, in fünf Jahren also 335.000 Euro. „Damit ist der Zuschuss gedeckelt. Alle Mehrkosten müssen selbst aufgebracht werden“, erklärte Katarina Esser. Und weil der KuBa so gut läuft, kann er das auch.

Das jährliche Budget der Einrichtung liegt im sechsstelligen Bereich. Die Differenz wird über das kostenpflichtige Programm erwirtschaftet. Cornel Cremers Antwort auf die Frage nach der Auslastung: „Eigentlich ist bei uns nichts mehr frei. Wir haben jeden Tag Leben im Haus und kommen irgendwann an unsere Grenzen.“

Das inzwischen stark ausgeweitete Kino-Angebot kommt auf 8000 bis 10.000 Besucher jährlich, der Kulturbahnhof insgesamt auf geschätzt an die 30.000 Gäste. Klaus Schweizer (Kultur im Bahnhof) schlussfolgert: „Wir haben das Gefühl, dass viele das Angebot zu schätzen wissen.“

Den neuen Vertrag bewertete auch Bürgermeister Heinrich Stommel durchweg positiv: „Das ist ein gutes Zeichen.“ Der KuBa sei eine Attraktion nicht nur für junge Leute und der Stadt immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzprobleme sieht der Verwaltungschef die vertragliche Verpflichtung für fünf weitere Jahre als Zeichen der Wertschätzung durch die Politik. „Es gab schwierige Zeiten, aber die liegen lange zurück“, sagte Stommel mit Blick auf die Konflikte in der Anfangszeit, als sich Anwohner am Lärm und Verkehrsaufkommen störten.

„Der Kulturbahnhof ist akzeptiert“, resümiert Cornel Cremer. Das könnte daran liegen, dass im Laufe der Jahre das Angebot stark verbreitert wurde. Die Kino-Digitalisierung spielte der Einrichtung auch in die Karten, nachdem sie entsprechend investiert hat. Denn nun lassen sich sehr kurzfristig zusätzliche Vorstellungen in Absprache mit den Verleihern realisieren – per E-Mail.

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