Führung durch die vermittelt Gefühl vom Zweiten Weltkrieg

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Museumsleiter Marcel Perse führte die Hauptschüler durch Räume, in denen Jülicher Einwohner während des Zweiten Weltkrieges Schutz suchten. Foto: GHS Ruraue

Jülich. Im Rahmen des 3. Jülicher Friedenslaufs laufen an der GHS Ruraue zurzeit Projekttage zum Thema Krieg und Frieden und die Menschen. Die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs beschäftigen sich vor dem Friedenslauf unter anderem mit der Thematik Zweiter Weltkrieg und die Zerstörung Jülichs.

Zwei Klassen besuchten dank der guten Organisation von Maria Schmelzer am Mittwoch in diesem Zusammenhang die Festung Zitadelle und wurden von Museumsleiter Marcel Perse durch die unterirdischen Gänge und die Luftschutzbunker der Festung geführt. Von Beginn an fand Perse „einen Draht“ zu den Jugendlichen, die nicht nur seinen bildlichen Beschreibungen und verständlichen Erklärungen gebannt folgten, sondern sich von ihm auch neugierig und fasziniert durch die dunklen und engen Gänge leiten ließen. Es schien ihnen unvorstellbar, dass Jülicher Bürger in diesen kalten, feuchten und schmutzigen Kammern und Gängen tagelang Schutz vor den Bombeneinschlägen gesucht haben sollten.

Neben den seltsamen Gewächsen, Spinnen und Fledermäusen war es vor allem die Dunkelheit, die den Jugendlichen Unbehagen und bisweilen Angst bereitete. Perse machte allen von Anfang an deutlich, dass es sich bei dieser Führung nicht um eine belehrende handelt, bei der Daten, Fakten und Informationen gehört und behalten werden sollten, sondern allen Beteiligten – auch den Lehrerinnen – sollte deutlich gemacht werden, wie sich die Menschen gefühlt haben könnten, die im Zweiten Weltkriegt in diesen Räumen Schutz suchten.

Dass dem Museumsleiter diese Aufgabe gelungen war, zeigen die Drahtfiguren, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Führung gestalteten. Aus einem etwas 1,40 Meter langen biegsamen Draht formten alle eine menschliche Figur, die eine Haltung zeigt, die das empfundene Gefühl wiedergibt.

Am 16. November 2014, dem 70. Jahrestag der Zerstörung Jülichs, werden die Arbeiten im Rahmen der Gedenkfeier im PZ der Zitadelle Jülich ausgestellt.

Die Schülerinnen und Schüler der GHS Ruraue verließen das Gelände der Zitadelle teils nachdenklich, teils beeindruckt und in jedem Fall mit vielen neuen Eindrücken.

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