Aldenhoven - Fühlt sich von SPD-Spitze verraten: Die Aldenhovener CDU

Fühlt sich von SPD-Spitze verraten: Die Aldenhovener CDU

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Georg Krapp, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Aldenhovener Gemeinderat. Foto: CDU

Aldenhoven. „Mit großem Erstaunen und gleichzeitig mit Entsetzen haben wir als CDU Aldenhoven heute die Initiative einiger SPD-Kollegen zur Kenntnis genommen“, hat Fraktionsvorsitzender Georg Krapp in einer Stellungnahme des Gemeindeverbandes geschrieben, der damit auf den Artikel „Die SPD schießt sich auf Ralf Claßen ein“ reagiert.

Damit solle offenbar die gemeinsame Front in der Gemeinde Aldenhoven verlassen werden. Krapp erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass diese einvernehmlich im Sinne der Aldenhovener Bürgerschaft abgestimmt und gebildet worden sei, um die Interessen der Gemeinde nach außen hin gemeinsam und stark zu vertreten.

Damit werde der Wunsch von rund 3200 Bürgern erfüllt, die sich gegen die Anhebung der Grundsteuer B gestellt hätten. „Nun werden offensichtlich diese gemeinsamen Interessen und das gemeinsame Ziel verraten – offenbar aus Parteiräson“, mutmaßt Krapp, „um der Landesregierung im Landtagswahlkampf nicht zu schaden“.

Das seien gleichzeitig die Leute, die Aldenhoven als Verliererkommune bezeichnet hätten und die mit Stärkungspaktgesetz und der Bevorzugung der großen Städte Gemeinden wie Aldenhoven langsam ausbluten ließen.

„Das Parteibuch darf in der aktuellen Situation keine Rolle spielen“, fordert der CDU-Fraktionsvorsitzende, der gleichzeitig Kritik am CDU-mitbestimmten Kreishaushalt, am CDU-Landrat und am CDU-Finanzminister im Bund übt, weil es sachgerecht sei. Demgegenüber seien Teile der Aldenhovener Genossen offenbar nicht in der Lage, ebenso die rot-grüne Landesregierung zu kritisieren, obwohl auch das sachgerecht wäre. „Dass nur eine gemeinsame laute Stimme gehört wird, haben diese Teile der Aldenhovener SPD nicht verstanden“, beklagt Krapp.

Der Fraktionsvorsitzende, im Hauptberuf Rechtsanwalt, hält es für schändlich und verurteilungswürdig, dass zudem versucht werde, mittels einer Strafanzeige Bürgermeister Ralf Claßen zu diskreditieren. Damit versuche der stellvertretende SPD-Landrat Pöhler davon abzulenken, dass die Allgemeinheit einen möglichen finanziellen Schaden des Parteifreundes und SPD-Ratsherren Poullig in Schleiden tragen solle.

„Wie missgünstig und vor allem abgebrüht muss man sein, die Parteiinteressen vor die Interessen der Gemeinde zu stellen“, fragt Krapp, der außerdem bei den SPD-Granden das Schamgefühl vermisst, wenn von einem handwerklich fehlerhaften Haushaltsentwurf gesprochen werde, nachdem man selbst an der Haushaltserstellung mitgearbeitet und den Kämmerer im Rat ausdrücklich für seine gute Arbeit gelobt habe, der „der SPD-Fraktion bei ihrer Haushaltsklausur freiwillig außerhalb seiner Arbeitszeit Nachhilfeunterricht in Sachen Haushalt und Kommunalfinanzierung geben musste“. Und Krapp fragt sich und die SPD-Kollegen: „Warum bildet man erst jetzt eine Arbeitsgruppe im Ortsverein“ und mit welchem Mandat meine man, alleine mit NRW-Innenminister Jäger verhandeln zu dürfen?

„Sie werfen heute weg, was wir gemeinsam mit unserem Bürgermeister Ralf Claßen in den vergangenen zwei Jahren für Aldenhoven im Gemeinderat aufgebaut haben“, wirft Georg Krapp den Genossen vor, die damit die Gemeinde verraten würden und damit alle, die im Fokus der gemeinsamen Arbeit stehen sollten: die Aldenhovener Bürgerinnen und Bürger.

Gleichzeitig blamierten sie mit ihrer Handlungsweise die Mitglieder ihrer eigenen Partie, die das Vorgehen nicht mittragen.

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