„Frühlingserwachen“: Wenn sanfte Klänge die Seele streicheln

Von: ptj
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Ein Duo voller Gefühle und Inspiration: „2Harmonize“ begeistern als „Main Act“ in der Premiere von „Frühlingserwachen“ in der Müntzer Bürgerhalle. Foto: Jagodzinska

Müntz. Handgemachte Melodien trafen auf gefühlvolle Stimmen bei der begeistert beklatschten Premiere von „Frühlingserwachen – mit sanften Klängen in die neue Jahreszeit“ in der Müntzer Bürgerhalle.

Nach zwei äußerst erfolgreichen Auflagen der Vorweihnachtsveranstaltung „Still & leise“ erweiterte Stefanie Nobis, Inhaberin der Müntzer „Agentur 85“, ihr Konzertangebot. „Frühlingserwachen“ schloss mit dem Verzicht auf starke elek-tronische Bearbeitung der Songs an die Vorweihnachtsveranstaltung an, konzentrierte sich aber auf zwei junge, sehr talentierte Duos internationaler Herkunft. „Wie es sich für ein richtiges Konzert gehört“, gab es zu den „Main Acts“ mit „2Harmonize“ alias Jenni Joao und Can Yalin pro Halbzeit einen „Support Act“ mit dem Damenduo „Parola“.

Das Ensemble besteht aus Emel Kono und Fatima Mossawi, die zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen und völlig zu recht kräftigen Applaus ernteten. Die schwarze Sängerin und Gitarristin Emel, die zu Beginn der zweiten Konzerthälfte auch solo mit eigenen Stücken auftrat, und die weiße Sängerin Fatima brachen das Eis mit den wohlklingenden Coversongs „The heart wants what it wants“ von Selena Gomez, „Lips are moving“ von Meghan Trainor und einem schönen Stück aus Emels Feder, „Sweet Princess Nightmare“.

Bewusst nennen sich Jenni Joao und Can Yalin „2Harmonize“, denn ihre flexiblen, samtenen Stimmen und ihr einfühlsames Gitarrenspiel harmonieren erstklassig miteinander. Zudem ist bei den durch den Jülicher Talentwettbewerb bekannt gewordenen Youngstars kein Hauch von Selbstgefälligkeit festzustellen. Sie sind authentisch und musikbegeistert. Offen bekannte Can sogar, dass er „ziemlich aufgeregt“ sei.

Das Duo, das beim letzten „Still & leise“ schon stehende Ovationen erntete, spielte insgesamt 15 Stücke, darunter ältere und neuere, unbekannte und beliebte Coversongs und wenige Eigenkompositionen. Beispiele waren„Lucky“ von Jason Mraz & Colbie Callait, „Fireflies“ von Owl City, oder „7 days“ von Craig David. Das Duo sang abwechselnd oder zweistimmig, Improvisationen oder Klopfrhythmen variierten das gemeinsame begleitende Gitarrenspiel. Nicht fehlen durfte der Lieblingssong der Veranstalterin, „Rude“ von Magic, und „All of me“ von John Legend, mit dem Can Yalin schon im Talentwettbewerb als singender Pianist begeistert hatte.

Gemeinsam mit Jenni war bei dem gefühlvollen Stück „Gänsehautfeeling“ angesagt. Die moderne Eigenkomposition „No patience“ stammt aus der Feder von Mansour Yaacoubi, der selbst auch Gitarre spielt und singt, aber lieber nicht auf der Bühne, sondern „mit Freunden im Studio“, wie er auf Anfrage betonte. Seiner Aussage nach sind auch erste gemeinsame Kompositionen mit „2Harmonize“ angelaufen.

Sollten Jenni Joao und Can Yalin in Zukunft auch als Songwriter erfolgreich sein, werden dem aufstrebenden Duo noch mehr Türen offen stehen. Auf das begeistert beklatschte „Frühlingserwachen“ folgte die After Show Party mit DJ.

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