Fröhliche Feier am Kirchlein im "bayerischen Barock"

Von: ptj
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Der Wortgottesdienst mit Angela Wirtz (am Mikro) war Premiere beim achten Kapellenfest zum zehnjährigen Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft seit Neugründung. Foto: Jagodzinska

Mersch/Pattern. Mit einer Premiere begann das 8. Kapellenfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Mersch/Pattern an der schmucken Kapelle am Maarplatz. Auf Anregung von Pfarrer Dr. Peter Jöcken, zum Fest einer Schützenbruderschaft gehöre ein Gottesdienst, wurde zum Auftakt bei schönstem Sonnenschein erstmalig ein Wortgottesdienst gefeiert, geleitet von Angela Wirtz.

Die zahlreichen Mitfeiernden stimmten unter anderem „Segne du Maria, uns‘re Schützenschar“ und natürlich das Lied vom Heiligen Sebastian an, dessen Name in goldenen Lettern über dem Türbogen der Kapelle prangt.

Neugründung

1487 war die St. Sebastianus-Bruderschaft gegründet worden, ruhte dann aber später 40 Jahre wegen Mitgliedermangels. Nach ihrer Neugründung 2006 bauten die Sebastianus-Schützen in den Jahren 2008/09 mittels Spenden in beachtlicher Eigenleistung die Kapelle, deren Aussehen und Bauweise an die schmucke St. Sebastianus-Kapelle im „bayerischen Barock“ in Oberndorf an der Donau erinnert. Passend zum zehnjährigen Bestehen seit der Neugründung waren neben befreundeten Bruderschaften auch die „Pfalzgraf-Otto-Freunde“ aus Oberndorf zu Gast beim Kapellenfest.

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, Schritt für Schritt vorwärts zu gehen“, betonte Brudermeister Heinz Breuer. Durch die Neugründung seien etliche alte und oftmals kostspielige Verpflichtungen weggefallen, mit denen alte Bruderschaften meist zu kämpfen haben. So gibt es erst 2017 zum 530. Jubiläum wieder einen Schützenkönig, den ersten seit 52 Jahren, der mit seiner Gattin Mittelpunkt des zu diesem Anlass ausgerichteten Festzuges sein wird. Dabei handelt es sich um Michael Alschner, der bereits durch den traditionellen Vogelschuss ermittelt wurde. „Jeder soll es sich erlauben können (das Majestätenamt).

Es gibt nur minimale Verpflichtungen“, setzte Breuer nach. Rund 20 Schützen waren am Abend beim zweitägigen Kapellenfest im Einsatz, die vielen Besucher vor allem mit Gegrilltem zu verköstigen. Beim Ausschank tatkräftig unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Sakramentsbruderschaft Kirchberg, den „engsten Freunden“ der rund 150 Sebastianus-Schützen. Etwa 1000 Liter Bier standen den Gästen zur Verfügung, die bei guter Laune, einem DJ und angenehmen Temperaturen noch lange auf dem bunt beleuchteten Maarplatz beisammen blieben.

Vor allem Polka ertönte am späten Sonntagvormittag beim Platzkonzert der Blaskapelle „Oberländer Bua‘m“ aus Aldorf. Erneut strömten viele Gäste zum Fest, wo diesmal Kaffee und leckere Kuchen lockten. Für die Unterhaltung der Kleinsten sorgte erneut die „Joker“ Kinderbelustigung, deren Art und Weise traditionell bis zum letzten Moment eine Überraschung blieb.

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