Friedenslauf-Premiere in Jülich mit viel Schwung

Von: Kr.
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Landrat Wolfgang Spelthahn sch
Landrat Wolfgang Spelthahn schickte als Schirmherr über 600 Schülerinnen und Schüler auf die Strecke. Foto: Kròl

Jülich. Seit über 30 Jahren sind Maria Schmelzer und Josef Jansen, Pfarrer im Ruhestand, nun schon in der katholischen Friedensbewegung Pax Christi aktiv. Sie haben auch die Gründung des Forums ziviler Friedendienste (FzF) miterlebt und machen sich auch heute noch stark für den Frieden.

Sie haben dann auch einmal laut darüber nachgedacht, in Jülich einen Friedenslauf zu organisieren, wie er in Städten wie Berlin, Aachen, Bonn oder Nürnberg schon seit Jahren veranstaltet wird. Durch Zufall lief ihnen da Helmut Lang, Leiter der Gemeinschaftshauptschule Jülich über den Weg, der von dieser Idee sofort angetan war. Im privaten Rahmen wurde der Gedanke weitergesponnen, die katholische Grundschule und die Schirmerschule mit ins Boot geholt und schon fanden sich über 600 Kinder, die für den Frieden ein Zeichen setzten wollten und mit ihrem Einsatz gleichzeitig auch finanziell die Arbeit des FzF unterstützten wollten.

Am Friedenstag am Freitag gings los. Am Schulzentrum Linnicher Straße herrschte großer Trubel. Neben den über 600 Kindern und Jugendlichen waren zahlreiche Eltern gekommen, Dazu hatten sich Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, der FzF-Geschäftsführer Heinz Wagner, Sparkassendirektor Uwe Willner sowie Hartmut Prüss vom Lions Club Jülich Juliacum eingefunden, die das Projekt bezuschussten.

Im Vorfeld hatten sich die Schüler und Schülerinnen in ihren Klassen auf diesen Tag vorbereitet. Um diesen Lauf rankten sich Schulprojekte, denn auch im eigenen Umfeld ist es wichtig zu lernen und zu erfahren, wie Konflikte friedlich beigelegt werden. Außerdem hatten die Läufer bei der Familie und den Freunden um Spenden geworben, denn als Sponsored Walk war der Friedenslauf angelegt.

„Es ist nicht wichtig, wer als Erster ankommt”, mahnte Pfarrer i.R. Josef Jansen, der die Akteure willkommen hieß. Über 650 Meter ging die kleine Runde, die die jüngeren Teilnehmer absolvieren sollten, während die Großen 1150 Meter rund ums Schulzentrum durch das Wohngebiet in Angriff nahmen. Nach jeder gelaufenen Runde gab es einen Stempel, der von den Sponsoren in Bares umgemünzt wurde. Landrat Wolfgang Spelthahn schlug den Gong, der die Laufveranstaltung einläutete und gleichzeitig stiegen zehn Friedenstauben als Symbol auf.

Das Gelände hatten die Pennäler für diese Veranstaltung noch ausgeschmückt. So hatte beispielsweise die GHS ein Transparent aufgehängt, auf dem sie das Wort „Frieden” geschrieben hatten, doch nicht nur in Deutsch, sondern in all den Sprachen, die die Schüler ihrer Schule sprechen. Mit Kreide hatten die Schüler zudem nicht nur Start und Ziel gekennzeichnet, sondern auch den Boden mit Friedenssymbolen bemalt.

Laute Musik feuerte die Sportler an, ein Verpflegungsstand sorgte dafür, dass sie bestens für ihr Vorhaben gerüstet waren. Es herrschte eine Atmosphäre, wie bei einer großen Sportveranstaltung und einheitlich waren die Aktiven in T-Shirts gekleidet, an denen zu erkennen war, dass sie am 1. Jülicher Friedenslauf teilnahmen.

Hoch erfreut und begeistert zeigten sich die beiden Initiatoren Maria Schmelzer und Josef Jansen von der überwältigenden Resonanz. Sie hoffen beide, dass diese Veranstaltung keine Eintagsfliege bleibt, sondern sich über Jahre zu einer Tradition entwickelt. Die themenbezogenen Projekte stellt die Gemeinschaftshauptschule am Montag, 24. Oktober, ab 12 Uhr vor.
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