Friedensdienst an der Haustür

Von: ma.ho.
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Gemeinsam mit Vertretern der S
Gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Bundeswehr eröffnete Bürgermeister Heinrich Stommel (2.v.r.) die diesjährige Haussammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Jülich. Foto: Horrig

Jülich. Jahr für Jahr zeigen sich Bürger bereit, bei einer Haus- und Straßensammlung um Unterstützung zu bitten zum Erhalt und zur Pflege von Kriegsgräberstätten.

In ihnen bewahrt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge das Gedenken an die Kriegstoten. „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden” lautet das Leitmotiv. In Jülich gingen am Samstag Vertreter der Stadt mit Bürgermeister Heinrich Stommel an der Spitze und Vertreter der Bundeswehr mit gutem Beispiel voran und eröffneten auf dem Jülicher Marktplatz die Haussammlung des Volksbundes.

„Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen - diese Worte des luxemburgischen Premierministers Jean-Claude Juncker sollte jeder gerade in diesen Zeiten immer im Hinterkopf haben”, so Stommel bei seiner Ansprache. Er betonte, dass es in jedem europäischen Land Kriegsgräberstätten für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gibt.

Es sind Männer, Frauen und Kinder - Soldaten wie Zivilisten - deutsche wie ausländische Menschen, die in Kriegen ihr Leben verloren und auf den Kriegsgräberstätten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. „Es sind Orte persönlicher Trauer, der Erinnerung und des Lernens aus unserer Geschichte.” Dienst am Menschen - Dienst am Frieden überschreibt der Volksbund seine internationale Arbeit. Hierbei helfen wir gerne mit”, so Stommel. Bis zum 18. November werden Helfer durch Jülich gehen und an den Haustüren um eine Spende bitten.

In rund 100 Ländern gibt es deutsche Kriegsgräber. Der Volksbund kümmert sich derzeit um 827 Kriegsgräberstätten mit den Gräbern von etwa 2,3 Millionen Toten in 45 Ländern. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es über 2130 Friedhöfe mit Kriegsgräberanlagen. Der Volksbund finanziert sich zu 90 Prozent selbst, folglich ist man auf Spenden angewiesen.
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