Siersdorf - Freiwilliger Bautrupp an der Kommende Siersdorf

Freiwilliger Bautrupp an der Kommende Siersdorf

Von: Adi Zantis
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Eigenleistung hat Vorrang im Förderverein für die Kommende Siersdorf (von links): Vorsitzender Guido von Büren, Ludwig Bartmann, Franz-Horst Besse, Rolf Leese, Matthias Röder und Paul Wirtz. Foto: Zantis

Siersdorf. Auch in den Wintermonaten werden die Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen an der Siersdorfer Ordenskommende fortgeführt. Mit der Eschweiler Fachfirma Püttner sind auch die freiwilligen Helfer des „Bautrupps“ im Förderverein an den Wochenenden im Einsatz.

Umfangreich und zum Teil witterungsabhängig sind dabei vor allem die Außenarbeiten im ausgedehnten Burggraben. Neben dem starken Bewuchs durch Efeu haben sich im Laufe der Zeit auch viele Schuttberge angehäuft, aus denen manchmal noch brauchbare „Schätzchen“ in Form von Granitpfeilern und Säulen auftauchen.

Vorrangig werden aber jetzt Maßnahmen gegen das Eindringen von Regenwasser vor allem im ersten Obergeschoss ergriffen. Hier müssen vordringlich die Fenster gegen das Eindringen von Starkregen mit heftigen Windböen gesichert werden. Nach Auskunft des Fördervereinsvorsitzenden Guido von Büren gibt es hierfür ein sogenanntes „Siersdorfer Modell“, das in Verbindung mit dem leitenden Architekten Ekkehard Kandler (Köln) und Bauleiter Andreas Püttner entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um dickwandige Holzplatten, die in einem sogenannten „Kastensystem“ in die Fenster eingepasst werden. In der Fensterbrüstung wird auch ein entsprechender Wasserabfluss eingebaut.

Für einen bei Bedarf notwendigen Lichteinfluss können die geschlossenen Fenster mittels Klappläden geöffnet werden. Im Blick von außen wirken die „ausgefüllten“ Fenster wie dunkle Löcher. Damit ist aber der bestehende Charakter der Frontansicht nach Guido von Büren nicht verändert und mit „einer ansehnlichen Lösung“ verwirklicht. Der vereinseigne „Bautrupp“ bemüht sich um einen witterungsfesten Schutzanstrich der großen Holzplatten als weitere Eigenleistung.

In den nächsten Jahren erwartet der Verein weitere Mittel – so aus dem Fonds „Wertvolle und erhaltenswerte Denkmäler“. Entsprechende Anträge wurden bereits bei den zuständigen Stellen von Bund, Land und Denkmalschutz eingereicht.

Das große Ziel „einer dauerhaften Grundsicherung der Kommende“, sagt Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren weiter, „ist das 900-jährige Jubiläum 2019“. Man will bis dahin ein Nutzungskonzept verwirklichen, mit dem Dokumentationen, Seminare, Zugangsmöglichkeiten für Besucher und Anlaufpunkte für die historische Aufarbeitung der wertvollen Ordensburg möglich sind.

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