Freimaurer-Loge Jülich feiert 200-jähriges Bestehen öffentlich

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Einblick in die Symbolwelt der Freimaurerei: John Christie (re.) und Dr. Christian Pithan zeigen im Atelier ein eigens für das Stiftungsfest gemaltes Werk. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Die Freimaurer – ein Männerbund. Geheimnisvoll, einflussreich, mit einem Hang zur Mystik. So ist ihr Image. Entspricht das der Wirklichkeit? Eines ist sicher: Sie sind unter uns und das schon seit vielen Jahren. Denn: Die Loge, Wahrheit und Einigkeit zu den 7 vereinigten Brüdern im Orient Jülich begeht vom 16. bis 18. Oktober 200 Jahre Bestehen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten lädt die einzige humanitäre Loge im Kreis Düren zur Ausstellung „Königliche Bilderkunst“ in das Kundenzen­trum der Sparkasse Düren.

Warum königlich? Das ist metaphorisch zu verstehen, sagt Freimaurer und Künstler Sir John Christie. „Die Freimaurerei wird auch als Königliche Kunst bezeichnet“, ergänzt Dr. Christian Pithan, Meister vom Stuhl. Freimaurerei – das sei eben die Kunst, ein erfülltes Leben zu führen.

Aktueller denn je

Zu einem erfüllten Leben gehören Ideale. Die der Freimaurer sind aktuell, vielleicht aktueller denn je: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Menschenliebe und Toleranz. Und: Wer Freimaurer werden will, muss offen sein, offen für eine persönliche Entwicklung. Lebenslang – aber auch und zunächst in einer stufenweisen Entwicklung vom Lehrling zum Gesellen bis zum Meister. Zur Freimaurerei gehört die Tempelarbeit.

Der Meister vom Stuhl, er ist mit einem Vorstandsvorsitzenden zu vergleichen, leitet die rituellen Handlungen. Geheimnisvoll wird die Loge, wenn es heißt: Die Tempelarbeiten bleiben der Öffentlichkeit verschlossen. Das Ritual sei ein Erlebnis, es orientiere sich an Symbolen, nur so viel wird verraten. Auch die Mitgliedschaft wird in Nebel gehüllt. Denn: „Wir sind keine geheime, aber eine diskrete Gesellschaft“, sagt der Meister vom Stuhl. Wer sich zum Freimaurertum öffentlich bekennt und wer nicht, wird jedem Mitglied selbst überlassen.

Wer mehr erfahren möchte: Die Ausstellung „Königliche Bilderkunst“ ermöglicht Einblicke in die Symbolwelt der Freimaurerei. Die Werke werden in Zusammenarbeit mit Pegasus, dem freimaurerischen Verein für Kunst, Kultur und Kommunikation, für drei Wochen in Jülich zu sehen sein. Kurator der Ausstellung ist der in Bielefeld lebende Künstler Cornelius Rinne.

Öffentlicher Festakt

Im Mittelpunkt steht ein von John Christie eigens für das Stiftungsfest gemaltes Bild. Zu sehen ist ein Pokal, der mit freimaurerischen Symbolen verziert ist. Darunter die Darstellung eines musivischen Pflasters. Es versinnbildlicht das Leben, das aus hellen und dunklen Elementen, aus Freude und Trauer besteht.

Das Schmuckabzeichen der Jülicher Loge, ein Bijon, ist zu sehen. Auch die wohl bekanntesten Symbole der Freimaurer, Winkelmaß und Zirkel, sind dargestellt. Die Ausstellungseröffnung ist öffentlich und beginnt am Freitag, 16. Oktober, um 18 Uhr in den Räumen der Sparkasse Düren in Jülich, Bahnhofstraße 1.

Auch der große Festakt zum Jubiläum ist für Interessierte zugänglich. Er findet am Samstag, 17. Oktober, um 13 Uhr in der Aula der Zitadelle statt.

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