Freifunk sucht digitale Gastgeber

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Freies Surfen in der Innenstadt: „Freifunker“ Gerd Heidenreich zeigt, dass das auf der Kölnstraße schon möglich ist. Foto: Guido Jansen

Jülich. Die Freifunk-Community Jülich-Linnich lädt zu einem Treffen am Mittwoch, 4. Januar, ein. Im Zitadellengrill, Düsseldorfer Straße, wird ab 19 Uhr über das Thema barrierefreies WLAN-Netz in der Innenstadt diskutiert. Der Anfang ist zwar gemacht und wurde vom Landrat auch gewürdigt: Er verlieh der Freifunk-Initiative im Kreis Düren (und damit auch Jülich-Linnich) den Ehrenpreis für soziales Engagement.

Jedoch fehlt es einfach noch an „Digitalen Gastgebern“ – wie sie Wolfgang Hommel nennt –, also Bürgern, die einen Teil ihrer Internetkapazität dem Freifunknetz zur Verfügung stellen. Zwei Handicaps machen uns dabei zu schaffen: Erstens fördert der Verein Stadtmarketing Jülich erklärtermaßen nur Geschäftsleute und zweitens haben die öffentlichen Hände kein Geld, um alle ihre Gebäude mit Wlan-Routern auszustatten.

Die Freifunk-Community Jülich-Linnich will diese Handicaps durch eine ganz einfache Idee überwinden: Für das Funknetz ist ein hervorragender Knotenpunkt stets die Beletage eines Hauses in der Innenstadt. Wenn die Initiative nur an den strategisch wichtigen Punkten einen Freifunkrouter platzieren könnte, wäre der Netzaufbau mit einer annehmbaren Qualität zu erreichen.

Zwei dieser wichtigen Spitzenorte sind leicht auf der Karte www.freifunk-juelich.de/Zugangspunkte identifiziert werden: Kleine Rurstraße 1 und Große Rurstraße/Süd-Ecke Kölnstraße.

Und wie wird aus der Idee Wirklichkeit? Indem die Initiative ihren Anteil am Preisgeld des Landrats in so strategisch wichtige Router steckt, dass sie dauerhaft gute Verbindungen im Netz gewährleisten. Wem die Idee gefällt, kann steuermindernd auch einen Router dazu stiften.

Kapazität spendieren

Und wer gerne „Digitaler Gastgeber“ sein will, macht ein Plätzchen an Fenster und Steckdose frei und spendet für rund 3 Cent pro Tag elektrische Energie. Die nettesten Gastgeber sind natürlich diejenigen, die ihre ungenutzte Internetkapazität spendieren, weil die Gäste nur wirklich schnelles Internet schätzen.

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