Inden - Freier Blick vom Indemann: Kettensägen schlagen Schneise frei

Freier Blick vom Indemann: Kettensägen schlagen Schneise frei

Von: ahw
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Der Indemann zeigt, wo es lang geht: In wenigen Tagen wird auf der Goltsteinkuppe eine Schneise durch den Wald gesägt. Foto: Classen

Inden. Nur noch wenige Tage, dann knattern auf der Goltsteinkuppe die Motorsägen und treiben eine Schneise durch den Wald, die vom Indemann aus eine neue Sichtachse Richtung Tagebau und künftigem Restsee eröffnet.

Doch auf der rekultivierten Abraumhalde wird nicht nur abgeholzt, im Kernbereich des Naherholungsgebietes wird auch weiter gebaut.

Im Indener Ausschuss für Gemeindeplanung und -entwicklung stand die Errichtung eines Restaurants zur Tagesordnung. Der Aachener Architekt Günter Helten, der auch das Science College in Barmen geplant hat, erläuterte seine Vorstellungen für den Gastronomiebetrieb und den Platz zwischen Indemann und Restaurant, die er anhand von Entwürfen vorstellte.

Entlang der neuen Sichtachse möchte Helten das Restaurant genau auf die Kante des Hangs der Halde platzieren, die gleichzeitig Startpunkt für so genannte Downhill-Aktivitäten ist. Beispiele sind Paragliding, eine Sommerrodelbahn oder rasante Abfahrten mit dem Mountainbike.

Aus Stahl, Glas und Lärchenholz gebaut, eröffnet das Restaurant Ausblicke auf den 36 Meter hohen Indemann und talwärts Richtung Tagebau. Da im Gutachten des Hotel- und Gaststättengewerbes noch ein Halbjahresbetrieb favorisiert wurde, fällt das Raumprogramm bescheiden aus.

Gastronom Lersch aus Eschweiler als potenzieller Pächter hat allerdings Interesse an einer ganzjährigen Nutzung und wünscht sich auch die Möglichkeit, den Gastraum mit Schiebeelementen zu unterteilen. Technische Bäume in Form mit LED beleuchteter Sonnensegel sollen den zentralen Veranstaltungsplatz säumen, der auch über eine Bühne verfügt. Günter Helten und Peter Smeets, der die weiteren Angebote für die Goltsteinkuppe konzipiert, legen Wert auf eine „Planung, die sich selbst trägt”.

Während die Grünen das Konzept wegen der Baumopfer ablehnen und die FDP die Wirtschaftlichkeit der vorgestellten Lösung bezweifeln, fand die Qualität der Pläne bei CDU und SPD großen Anklang. Eventuell erfolgt die Umsetzung, finanziert vom indeland, über den Indener Haushalt.
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