Freibad wird mit Wasser des Hallenbades temperiert

Von: ahw
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Jülich. Der Sommer ist zwar noch ein Stück weit entfernt, doch die Besucher des Jülicher Freibades wird die Nachricht freuen: Zum Start der Freibad-Saison werden die Stadtwerke Jülich (SWJ) als Betreiber des Freibades das große Becken des Schwimmbades temperieren.

„Wir können mit unseren Maßnahmen die Wasser-Temperatur um zwei bis drei Grad erhöhen“, verspricht SWJ-Geschäftsführer Ulf Kamburg. „Dies wird insbesondere die Nutzer des Freibades freuen, die regelmäßig kommen.“

Immer wieder seien entsprechende Wünsche an die Stadtwerke getragen worden. Viele Bürger betonten, dass sie das Freibad deutlich häufiger nutzen würden, wenn das Wasser nur ein wenig wärmer wäre. „Jetzt realisieren wir diese Wünsche in Eigenregie und gehen in Vorleistung“, sagt Kamburg. Rund 10.000 zusätzliche Besucher sind nach seinen Worten notwendig, damit sich die Kosten tragen. Im Vorjahr besuchten 42.492 Menschen das Jülicher Freibad. Dank Temperierung wird den Besuchern künftig ein „Frühschwimmtag“ angeboten, an dem ab 7 Uhr das Bad genutzt werden kann.

Bereits Mitte April beginnen die Vorarbeiten für das Projekt „Zusatzwärme“. Dazu sollen zwei Tanker als „Latent-Wärmespeicher“ genutzt werden. Latent-Wärmespeicher haben eine höhere Speicherkapazität als „nur“ Wasser, denn das Speichern von Wärme in Wasser führt nicht zu einer wirtschaftlichen Versorgung. Das Verfahren ist nach Auskunft der Stadtwerke erprobt, auch andere Bäder nutzten diese Möglichkeit.

Speicherelemente im Einsatz

„Das System ist ähnlich dem eines Taschen-Handwärmers“, veranschaulicht Jürgen Söbbing, Leiter des SWJ-Netz-Managements, die Technik. „Wir nehmen warmes Wasser vom Hallenbad und lassen es im Tankfahrzeug über Speicherelemente laufen. Dabei werden die dort vorhandenen Kristalle flüssig und speichern die Wärme. Ist das Wärmeziel erreicht, wird der Tanker einmal am Tag zum Freibad gefahren. Dort wird das warme Wasser dann langsam dem „normalen“ Schwimmbad-Wasser zugeführt. Bei der Abkühlung kristallisiert sich das Speichermedium wieder und kann erneut eingesetzt werden.“

Für die Stadtwerke hat die Temperierung ebenfalls einen Vorteil, denn durch den Betrieb der Wärmeerzeugung im Hallenbad wird die Erzeugung gleichmäßiger. Hierdurch sinkt die Störanfälligkeit. Der Energieversorger kann nun Wärmesenken nutzen und verbessert den Wirkungsgrad.

Bewusst wird bereits Mitte April mit der Temperierung begonnen, damit pünktlich zum Saisonstart am 1. Mai angewärmtes Schwimmbad-Wasser bereitsteht.

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