Fred Schüller startet seinen Wahlkampf

Von: jago
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Zum Wahlkampfauftakt in Jülich präsentierte SPD-Landtagskandidat Fred Schüller den Genossen unter anderem sein Wahlprogramm. Foto: Jagodzinska

Jülich. Zum Einschwören auf den Landtagswahlkampf hatte die SPD des Dürener Nordkreises ihre Mitglieder und Anhänger ins Jülicher AWO-Heim eingeladen. Das Hauptaugenmerk lag auf der Vorstellung des Spitzenkandidaten Fred Schüller.

Durch das bodenständige und bürgernahe Auftreten des in seinem Wahlkreis verwurzelten Kandidaten ist im Kreis seiner Parteifreunde die Überzeugung gewachsen, dass die Region mit dem Polizeibeamten ein „Schwergewicht“ im Landtag haben werde. So bekräftigte MdL Peter Münstermann in seiner Ansprache zum Wahlkampfauftakt: „Fred ist für mich als Kandidat der geeignetste, den wir im Nordkreis zur Verfügung haben.“

Vier Schwerpunktthemen

Im anschließenden Vortrag stellte Schüller seine vier Schwerpunktthemen für den Wahlkampf vor: Nachhaltige Entwicklung und Strukturwandel in der Region, Perspektiven für eine gesicherte Kommunal- und Gemeindefinanzierung, Menschen für Menschen im Ehrenamt, verantwortungsvolle Politik für innere und soziale Sicherheit. Unter dem Eindruck einer Bildungsreise nach Berlin mit dem Thema Strukturwandel und Erschließung von Gewerbegebieten sprach Schüller den „Campus Merscher Höhe“ an.

Hier hätten er, Peter Münstermann und Marco Maria Emunds vor zweieinhalb Jahren gestanden und als erste festgestellt: „Hier ist eine ideale Fläche, um ein Gewerbegebiet aufzubauen.“ Nach entsprechenden Berichten in der Zeitung hätte daraufhin „mein Titzer CDU-Bürgermeister“ mitgeteilt, dass er mit mehreren anderen Bürgermeistern darüber hinter verschlossenen Türen bereits gesprochen habe.

Im Umfeld der Tagebaue, die irgendwann zu Ende gehen, sei Handeln angesagt, damit die Menschen hier weiterleben können. Dabei sieht Schüller die Kommunen in der Verpflichtung, gemeinsam Projekte sicher, sozial und wirtschaftlich zum Wohle aller auf den Weg zu bringen.

„Wir müssen denen immer wieder vors Schienbein treten“, sagte Schüller im Zusammenhang mit der Gemeindefinanzierung und meinte damit die Bevorzung der Ballungsgebiete gegenüber dem ländlichen Raum. In einer Zeit, in der „unsere Kommunen langsam am Krückstock gehen“, erwarte er, dass zumindest die für den Länderfinanzausgleich 2019 angesagten Änderungen zu Gunsten der Kommunen ausfallen.

Unverzichtbares Ehrenamt

Im weiteren Verlauf der Versammlung gab Schüller zu erkennen, dass er dem Brauchtum, besonders dem Vereinsleben im Karneval, sehr verbunden ist. Insgesamt sei das Ehrenamt in seinen vielfältigen Ausprägungen unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft. Zum Punkt soziale und innere Sicherheit führte Schüller zunächst unter anderem an, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden müsse. Ganz besonders am Herzen liege ihm als Polizeibeamten die innere Sicherheit, die dadurch immer mehr beeinträchtigt werde, dass es zu wenig Personal gebe.

Zudem fehle in der Ausbildung eine zeitgemäße Komponente: „Die jungen Kollegen kennen die Situation nicht, es wird gefährlich. Sie zögern in meinen Augen diese Sekunde zu lange und bekommen dann den Schlag, den Tritt ab und werden verletzt.“

Die Politik müsse dafür sorgen, dass die Polizei gestärkt wird und durch größere Präsenz auf den Straßen von den Bürgern wahrgenommen wird. Schüller kritisierte, dass die Polizei RWE-Arbeiter schützen müsse, damit die ihrer Tätigkeit nachgehen können.„Solche Leute, die sich verkleiden und einen Kleinkrieg gegen uns führen, das kann nicht sein, dagegen muss man konsequent vorgehen“, lautete seine Einschätzung der Aktivisten im Hambacher Forst. Abschließend dankte Schüller den Genossen mit dem Hinweis, dass er als ihr Sprachrohr in Düsseldorf sozialdemokratische Politik unter dem Motto „Die Menschen im Herzen, die Region im Kopf“ für den Kreis gestalten möchte.

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