Fred Schüler fordert Bürgermeister Frantzen heraus

Von: hfs.
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Titz. Für die SPD-Genossen in Titz steht fest: Der amtierende Bürgermeister Jürgen Frantzen hat seit seinem Amtsantritt 2009 die Gemeinde verwaltet, aber nicht nach vorne gebracht.

„Vieles, was er damals angekündigt hat, ist nicht durchgeführt worden“, meinte Fraktionsvorsitzender Fred Schüller, der am 25. Mai diesen Jahres bei der Kommunalwahl als Kandidat gegen den jetzigen Amtsinhaber antreten wird. Der 46-jährige Schüller wurde einstimmig bei der Mitgliederversammlung der SPD Titz-Rödingen als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten gewählt.

Auch wenn die Versammlung in der Gaststätte „Zur Eiche“ in Rödingen überschaubar war, von ihr soll ein Ruck durch die Gemeinde gehen. Diesen Wunsch hatte jedenfalls der Polizeibeamte Fred Schüller, als er nach seiner Wahl die Glückwünsche der Genossen entgegen nahm. Zuvor hatte Geschäftsführer Johannes Vaehsen an die letzte Wahl erinnert, bei der Schüller ebenfalls als Spitzenkandidat angetreten war, nachdem er zuvor als einer von drei möglichen Genossen in einer Kampfabstimmung aufs Wahlschild gehoben worden war.

Daraus, so Vaehsen, habe man gelernt, gestand der langgediente Gemeindepolitiker ein, für den es, wie auch für die anderen der SPD-Mitglieder „ein Schock war, dass die Freien Wähler aus dem Stand sieben Mandate, wir nur fünf geholt hatten.“ Vaehsen selbstkritisch: „Wir sind damals zu wenig auf die Bürger zu gegangen.“ Dies, so versprach er, würde sich nun beim bevorstehenden Wahlkampf ändern. „Wir werden von Haus zu Haus gehen, werden das Gespräch suchen, wir wollen Vertrauen zurück gewinnen“, erklärte Schüller, der auch kritische Worte im Rückblick fand: „Mein Wahlkampf ist damals nicht optimal gelaufen, auch weil ich nicht den erhofften Rückhalt bei den Genossen hatte.“ Dennoch habe er sich nach reiflicher Überlegung, auch innerhalb der Familie, dazu entschlossen erneut anzutreten.

„Ich bin gerne dem einstimmigen Wunsch des SPD-Vorstandes und der Fraktion gefolgt“, sagte der gebürtige Rödinger, der sich selbst gegenüber der letzten Kandidatur als „politisch gereift“ beschrieb. „Die letzten fünf Jahre, die politische Zusammenarbeit auf der Suche nach Mehrheiten zum Wohle der Gemeinde haben uns allen Spaß gemacht, wir wollen weiterhin Verantwortung übernehmen, wollen uns als echte Alternative zur CDU und der W.I.R. präsentieren“, sagte Schüller, „denn unsere Gemeinde muss vorangebracht werden.“ Beispielhaft nannte er die Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit, ein Seniorengerechtes Wohnen, die Stärkung des Schulstandortes oder aber eine offene Diskussion mit den Bürger bei Gebühren und Steuern. Schüller abschließend: „Bürgermeister Frantzen wird sicherlich genügend Argumente finden um zu erklären, dass ich der Falsche bin. Aber ich werde ihn eines Besseren belehren.“

Dass der Ortsverein Titz-Rödingen mit dem zweifachen Familienvater den Richtigen aufgestellt habe, unterstrich der Landtagsabgeordnete Peter Münstermann. „Mit Ideen und Engagement kann man Titz nach vorne bringen. Die hat Fred“, interpretierte er die Vorstellungen des Bürgermeisterkandidaten. Deutliche Worte gingen an die Adresse von Amtsinhaber Frantzen: „Man kann die Schuldigen nicht immer bei den Anderen suchen“, erwähnte Münstermann Frantzens „immer wieder bei der Haushaltsaufstellung vorgebrachte Kritik am Rückgang der Schlüsselzuweisungen.“ Natürlich seien diese in den letzten drei Jahren um rund 600.000 Euro geschrumpft. „Aber der Bürgermeister hat dabei vergessen, dass sich die Steuerkraft in Titz im gleichen Zeitraum um 833.420 Euro und damit 15,5 Prozent erhöht hat.“

Große Herausforderung

Dass es eine große Herausforderung sei, gegen den Verwaltungsfachmann Jürgen Frantzen anzutreten, gab Schüller freimütig zu. „Aber dies ist kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Ich möchte dem Bürger einfach vermitteln, dass man auch einem SPD-Kandidaten das Vertrauen aussprechen kann. In vielen offenen Gesprächen mit den Bürgern.“

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