Frauenrechte: Jülicher Gleichstellungsbeauftragte stellt sich vor

Von: Daniela Martinak
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Die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jülich, Mandy Geithner, ist sich sicher, in Jülich noch viel Gutes für die Gleichberechtigung tun zu können. Foto: Martinak

Jülich. Selbst ist die Frau. Genau das wollen hunderttausende Frauen am Freitag wieder unter Beweis stellen. Denn gefeiert wird der internationale Frauentag oder auch Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden genannt.

Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Auch heute ist es leider noch häufig so, dass Frauen mehr Kampfgeist unter Beweis stellen müssen, niedrigeren Lohn bekommen oder, wie es in vielen Religionen der Fall ist, immer noch nichts in ihrem Leben selber entscheiden dürfen. Dagegen wollen zahlreiche Frauen angehen und es der deutschen Sozialistin Clara Zetkin gleichtun, die dieses Tag ins Leben gerufen hat. Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert.

Mandy Geithner stellt sich vor

Auch die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jülich ist für mehr Rechte der Frauen. Anlässlich des Frauentages möchte sie sich nun der Öffentlichkeit vorstellen und erläutern, wie sie sich ihre zukünftige Arbeit in der Herzogstadt vorstellt.

Am 1. Februar ist Mandy Geithner in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin getreten. „Ich bin mein Leben lang mit der Gleichstellung und Frauenthemen konfrontiert gewesen“, beginnt die Soziologin. Die 31-Jährige, die gebürtig aus Rostock kommt will auch hier weiterhin ihren Schwerpunkt auf frauen- und geschlechtsspezifische Fragestellungen, insbesondere im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie legen.

„Jülich ist eine interessante Stadt und ich freue mich hier arbeiten zu dürfen. Sie ist ein Vorzeigemodell was das Thema Gleichberechtigung angeht, dennoch gibt es noch jede Menge zu tun. Für Jülich und für die Frauen hier“, betont die Mutter einer Tochter.

Als hätte sie es geahnt ist sie vielleicht sogar zur rechten Zeit am rechten Ort, schließlich steht die Schließung der Frauenberatungsstelle auf dem Spiel. Geithner dazu: „Es ist schlimm. diese Anlaufstelle ist in meinen Augen nicht ersetzbar. Es ist unverständlich für mich, wie vor den Problemen der Frauen so manch einer die Augen schließt.“ Die Entscheidung liege zwar letztendlich bei der Politik, aber die Hoffnung, dass auch die Politiker eine richtige Entscheidung treffen gibt die neue Gleichstellungsbeauftragte noch nicht auf.

Prinzipiell möchte die Düsseldorferin „einfach gute Arbeit leisten, eine Vernetzung schaffen, für eine übergreifende handlungsorientierte Grundlage für eine gelungene Gleichstellung“ und der Tradition der Stadt Jülich und ihren Bürgern folgen. „Ich möchte mich für ein gelungenes Miteinander, Vielfalt, Toleranz und Offenheit einsetzen.

Bedarfe und Ressourcen

Hier möchte sie in ihrer Arbeit an die Bedarfe und Ressourcen von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte anknüpfen. Mandy Geithner ist zuversichtlich hier in Jülich einiges bewirken zu können. Für Fragen und ein offenes Ohr stehe sie immer gerne zur Verfügung. Zu erreichen ist die Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus unter Telefon 02461/63377.

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