Jackerath - Fotoshooting: Endzeitstimmung zwischen Autowracks

Fotoshooting: Endzeitstimmung zwischen Autowracks

Von: jago
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Endzeit in Jackerath: Das Gelände der Firma „Autoteile Becker“ war für den Fotografen Michael Heinze eine perfekte Location, um sein Zombiejäger-Fotoshooting in Szene zu setzen. Foto: Jagodzinska

Jackerath. Wenn ein Auto einen Stellplatz auf dem Gelände der Jackerather Firma „Autoteile Becker“ gefunden hat, dann hat es seine beste Zeit hinter sich. Für die meisten Fahrzeuge ist die Wahrscheinlichkeit, noch einmal eine Zulassung für den Straßenverkehr zu erhalten, nahezu Null.

Sicher ist jedoch, dass eine große Zahl der vielen hunderttausend Einzelteile, die in und unter den Karossen schlummern, als kostengünstige gebrauchte Ersatzteile eine Wiederverwendung in einem baugleichen Pkw finden. „Alles was verwertbar ist, wird auch verwertet“, erzählt Nadine Becker stolz und verweist auf die Tradition des Unternehmens, das seit 1959 in dritter Generation von den Beckers in Familienregie geführt wird. Dabei legt sie großen Wert auf die Feststellung, dass man keinen Schrott verkaufe, ganz im Gegenteil, großzügige Garantie auf die Teile sei eine Selbstverständlichkeit. Im harten Kampf um Marktanteile ist das Internet der größte Konkurrent. „Wir stellen uns der Herausforderung“, betont Nadine Becker und setzt dabei auf Kreativität.

Aufmerksamkeit erreicht man auch mit ungewöhnlichen Aktionen. Vor zwei Jahren entdeckte der hoch ambitionierte Hobbyfotograf Michael Heinze nach einem Hinweis seines Models Sonja Bender das Firmengelände mit seinem teils maroden Charme als perfekte Location für Outdoor-Shootings und fand in der Firmenleitung sofort Unterstützung zur Umsetzung seiner fantasievollen Ideen.

„Endzeit“ lautete diesmal das Motiv, zu dem auf dem Firmengelände eine Unfallsituation simuliert worden war. Aneinander geraten waren drei Zombies auf der Suche nach Opfern und zwei martialisch ausgerüstete Zombiejäger. Aus einem großen Requisiten-Fundus waren besonders die Jäger fast perfekt ausgerüstet, sie hätten dem Set der Erfolgsfilme „Die Nacht der lebenden Toten“ oder „Zombie – Dawn Of The Dead“ entsprungen sein können. Düstere Begegnungen, dramatische Szenarios in der Dunkelheit – man sollte Angst und Schrecken vermuten. Weit gefehlt, Michael Heinze und seine Models hatten mächtig Spaß beim Shooting. „Kein Shooting ohne Spaß und Humor“, bestätigte der Fotograf, „sonst wird das Ganze nichts.“

Hunderte Aufnahmen

Einige hundert Aufnahmen waren im Kasten, viele Ideen auch der Models Sonja Bender, Natascha Jansen, Kyra-Celine Reltscher, Till Overbeck und Martin Neef umgesetzt worden, als die Crew ihre Sachen einsammelte. „Wenn ich damit in eine Polizeikontrolle gerate, muss ich ganz schnell erklären, dass es alles nur Plastikspielzeuge sind, die da im Kofferraum rumliegen“, erzählte Heinze mit einem Schmunzeln beim Blick auf die Kisten mit Handgranaten, Patronengürteln und Handfeuerwaffen.

Die Arbeit ist mit dem Abschluss des Shootings noch lange nicht getan. Michael Heinze, der beim Fotografieren auf seine Canon 5D II schwört, lässt mit dem Rohmaterial am Computer aufwendig gestaltete Szenarios und Composings entstehen, die aus der ursprünglichen Aufnahme ein einzigartiges kleines Kunstwerk machen.

Eine Kostprobe seiner Gothic, Fantasy und Bodypainting-Fotos zeigt der aus Königswinter kommende Semiprofi auf der Homepage www.foto13.de.

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