Linnich - Fotos verlassener Orte offenbaren ihren mobiden Charme

Fotos verlassener Orte offenbaren ihren mobiden Charme

Von: Kr.
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„Verlassene Orte“ zeigen Dorothe und Klaus Flaskamp. Foto: Kròl

Linnich. Durch Zufall hatten die Eheleute Dorothea und Klaus Flaskamp eine alte Papierfabrik in Düsseldorf entdeckt. Sofort waren die beiden leidenschaftlichen Fotografen von der Vielzahl der außergewöhnlichen Motive begeistert.

Aus dieser Begegnung mit einem verlassenen Ort entwickelte sich die Suche nach anderen Lokalitäten, die dem Verfall preisgegeben und zum Teil schon Opfer von Vandalismus wurden. Fotografen sehen die Welt oft mit anderen Augen. Mit der Zeit entwickeln sie den Blick fürs Ungewöhnliche, an dem andere achtlos vorüber gehen. So entdeckten die Eheleute die versteckte Schönheit, die sich im Verfall verbirgt und hielten diesen morbiden Charme mit der Kamera eindrucksvoll fest.

Sie waren nicht nur in Düsseldorf unterwegs, zahlreiche Motive fanden sie im alten Bahnhof in Raeren, auf den verlassenen Truppenübungsplätzen in Wollseifen, Aachen-Brand oder Wildenrath.Sie stöberten auf Schrottplätzen, waren auf stillgelegten Zechen in Duisburg unterwegs und sie entdeckten eine alte Weberei in Aachen.

Auch direkt vor der Haustür wurde das Ehepaar fündig: Bevor die Linnicher Stadthalle abgerissen wurde, hatten sie Gelegenheit, dort zu fotografieren. Der alte Bahnhof in Ederen lieferte etliche Bilder und die Papierfabrik in Brachelen. Die hat übrigens das Briefpapier für den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II, hergestellt.

Um so manche ihrer Aufnahmen ranken sich besondere Geschichten und viel hat das Ehepaar darüber zu erzählen. „Man weiß ja nie, was einen erwartet. Es ist ein bisschen wie ein Abenteuer, erzählt Klaus Flaskamp. Allerdings betont er auch, dass sie bei ihren Exkursionen keine verbotenen Wege gingen, immer auf Sicherheit bedacht waren und die Regeln einhielten. „Es ist schon erschreckend, wieviel Vandalismus wir gefunden haben“, gaben sie zu Protokoll.

In den Räumen Rurstraße 44 in Linnich, die ehemals den Boschdienst Küppers beherbergten, und die die Eheleuten schon zweimal für Ausstellungen nutzten durften, zeigen sie eine umfangreiche und ausdrucksstarke Auswahl ihrer Serie „Verlassene Orte“, die bei den zahlreichen Besuchern der Vernissage großen Anklang fanden. Pech hatten die beiden Fotografen nur mit der Wahl ihres Termins. Sie wollten auch am Sonntag ihre Bilder zeigen, doch da war wegen der Demonstration die Rurstraße gesperrt. Deshalb wollen sie den Termin am Sonntag, 15. November, von 14 bis 18 Uhr nachholen.

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