Jülich - Forum Medizin: Was den „Patienten 70+“ so besonders macht

Forum Medizin: Was den „Patienten 70+“ so besonders macht

Von: ojo
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Als Geriater ist Dr. Andreas Pieper der Fachmann für „Patient 70+“. Foto: Erdem

Jülich. Dr. Andreas Pieper ist leitender Geriater am St. Elisabeth-Krankenhaus in Jülich. Von Berufs wegen ist er also der Experte für „Patient 70+“, der im Mittelpunkt des 26. Forums Medizin der Lokalredaktion Jülich steht.

Der Facharzt wird sich in seinem Referat auf einige Aspekte konzentrieren. Dazu zählen die Besonderheiten der Medizin im Alter, Ernährung oder Organisation der Anschlussversorgung nach Entlassung aus dem Krankenhaus.

Die inhaltliche Eingrenzung ist notwendig, denn: „Altersmedizin ist ein relativ großes offenes Thema“, sagt Dr. Pieper. Eines, das viele Fachleute zusammenführt. Von daher ist der interdisziplinäre Austausch eine tragende Säule der Patientenversorgung, betont, der Geriater. Im Jülicher Krankenhaus hat die enge Zusammenarbeit der Unfallchirurgen und der Geriater dazu geführt, „dass wir seit einigen Monaten zertifiziertes Alterstraumazentrum sind“.

Was ist denn eine der Besonderheiten bei der Behandlung eines älteren Menschen? Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass „Patient 70+“ aufgrund eben seines Alters nicht nur mit einer Krankheit geschlagen ist. Der Patient, der wegen einer Hüftgelenksoperation oder nach einem Schlaganfall behandelt wird, kann beispielsweise zudem an Diabetes und Herzproblemen leiden. Multimorbidität und Polypharmazie sind hier Stichworte. Der Geriater im Klinikbetrieb sehe sich eher als Generalist und nicht als Spezialist für einen medizinischen Teilbereich.

Wichtig ist es Dr. Andreas Pieper, eines herauszustellen: Wenn „Patient 70+“ ins Krankenhaus kommt, tritt er nicht in ein Rehabilitationsprogramm ein, sondern befindet sich quasi in dessen Vorstadium: „Was wir hier tun ist Akutmedizin mit einem breiteren therapeutischen Spektrum und einer viel größeren Interdisziplinarität“, sagt er.

Dr. Andreas Pieper wird wie die übrigen Referenten des Forums Medizin nach der Vortragsrunde zur Beantwortung von Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist wie gewohnt frei.

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