Forum Medizin: Schlaganfall und seine Behandlung

Von: ojo
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Wird die Saustoffzufuhr zum Gehirn unterbrochen, trifft einen buchstäblich der Schlag.

Jülich. Der Mensch braucht zum Leben Luft, Sauerstoff also. Ohne geht gar nichts. Je nach Konstitution ist nach wenigen Minuten ohne Luft der Tod unausweichlich. Sauerstoff braucht auch und gerade die Schaltzentrale des Gesamtkonstrukts Mensch, das Gehirn.

Werden Bereiche des Gehirns nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, sterben sie ab. Man spricht vom Hirninfarkt, geläufiger bekannt als Schlaganfall. „Schlaganfall – Diagnostik und Behandlung“ ist Thema des 23. Forums Medizin, das unsere Zeitung gemeinsam mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich und in Kooperation mit der AOK am Donnerstag, 14. November, ab 19 Uhr veranstaltet. Ort ist wie gewohnt die Schlosskapelle der Zitadelle Jülich.

Hirnschlag klingt nach einem klar umgrenzten Krankheitsfall – und ist es doch nicht. Je nach der Region des Gehirns, die ohne Sauerstoffzufuhr bleibt, sind die Auswirkungen und Folgeerscheinungen unterschiedlich.

Schwindel, Lähmungen und mehr

Das gilt natürlich auch für die Symptome. Sie können von Schwindel, Taubheitsgefühl und Schluckbeschwerden bis hin zu partiellen Lähmungserscheinungen oder Sprachfindungsschwierigkeiten reichen.

Tritt der Schlaganfall ein, ist Eile geboten. Vorrangiges Ziel der Behandlung in der ersten Stunde ist es, das Gehirn so schnell wie möglich wieder mit Sauerstoff zu versorgen, um möglichst viel Hirngewebe vor dem Absterben zu bewahren. Ob leicht oder schwer ausgeprägt, gilt jeder Schlaganfall als Notfall, bei dem die Therapie abgestimmt wird auf das auslösende Moment, die Ursache also.

Dabei unterscheidet man zwischen Gefäßverschluss, hervorgerufen durch einen Pfropfen in den Blutgefäßen oder aber durch Ablagerungen, die die Gefäße verengen, und Hirnblutung, weil ein Blutgefäß gerissen ist.

Wenn auch die Statistik besagt, dass jeder zweite Schlaganfallpatient über 70 Jahre alt ist, schützt Jugend allein nicht vor dem Apoplex. Der Schlag kann jeden und jede jedes Alters treffen. Aber man kann versuchen, das Risiko zu minimieren – durch eine Lebensweise, die Schlaganfall fördernde Faktoren ausklammert oder zumindest verringert. Im Forum Medizin werden Krankenhausmediziner und niedergelassene Ärzte auf Ursachen, Behandlung und Nachsorge des Hirninfarkts, vor allem aber auch auf die Prävention eingehen.

Erstmals wird das Forum sozusagen die Schlosskapelle verlassen. Über eine kurze Liveschaltung in die Intensivstation des Jülicher Krankenhauses wird Dr. Mario Vogts, Oberarzt und Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Allergologie, in die Runde eingebunden.

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