Forschung zum Anfassen auf dem Jülicher Campus

Von: mio
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Institutsleiter für Nano- und Biotechnologien Michael Schöning klärte zusammen mit Thomas Bronder über den komplizierten Aufbau von Siliziumchips auf. Foto: Otto

Jülich. Tag der offen Tür auf dem Campus Jülich der Fachhochschule Aachen: Von der Nuklearchemie bis hin zur mechanischen Werkstatt hatten die Besucher viele Möglichkeiten, ihren Durst nach Wissen zu stillen.

„Es ist eine gute Möglichkeit, den Campus kennenzulernen“, sagte Volker Sander, Dekan des Fachbereichs Medizintechnik und Technomathematik. So hatten die Besucher die Möglichkeit, sich über die drei Fachbereiche Chemie und Biotechnologie, Medizintechnik und Technomathematik sowie Energietechnik zu informieren. „Über 20 Doktoranden zeigen ihre Arbeiten und viele Studenten berichten in den Laboren über ihr Studium und ihr Schaffen“, sagte Sander. Thomas Bronder und Shahriar Dautism, die gerade ihre Promotion bestreiten, zeigten im Institut für Nano- und Biotechnologien mit Institutsleiter Michael Schöning, was das 3D-Microskop kann oder wie eine PH-Glaselektrode funktioniert. Ein besonderer Hingucker war der Reinraum, in dem mit Siliziumchips gearbeitet wird. In diesem Platz herrscht eine besonders geringe Konzentration luftgetragener Teilchen. Dazu sagte Schöning: „Bestimmte Teile dieser Chips betragen nur ein Tausendstel einer Haarbreite. Staub, der sich zwischen den Bauteilen der Chips absetzt, können diesen schlichtweg unbrauchbar machen. Dies macht einen solchen Reinraum notwendig.“

In der Kardiotechnik klärte Hans-Joachim Weber über künstliche Organe wie Herzklappen und Knochenimplantate auf. Außerdem konnte eine Herzlungenmaschine und die Geschichte der Dialysetechnik betrachtet werden. Auch in den Bereich der Elektrotechnik konnte hineingeschnuppert werden. Dazu sagte Mark Hellmanns: „Wir haben eine neue Werbetechnik für Hochhäuser entwickelt, die die Sicht durch die Fenster kaum einschränkt. “ Hierbei deutete er auf LED-Stränge, die auf einer transparenten Plattform angebracht sind. Vorteil dieser Erfindung: Der Wohnraum hinter der Werbewand bleibt nutzbar, da Tageslicht eindringen kann.

Besonders im Fokus stand an diesem Tag die Möglichkeit des Dualem Studiums. Diesbezüglich fand eine Ausstellung der Kooperationsfirmen der Dualen Studiengänge statt. Ralf Müller von National Instruments stand für die Fragen der Studieninteressierten parat und sagte: „Wir vergeben jährlich zwei Ausbildungsplätze und haben gute Erfahrungen mit dem Dualem Studium gemacht.“

„Der Aufwand ist enorm“, sagte Rektor Marcus Baumann über den Schnuppertag und führte fort: „Ich bin dankbar, dass sich die Leute bei dem tollem Wetter engagieren.“ Baumann hat großes im Sinn. Im angrenzenden Gewerbegebiet Merscher Höhe, welches gerade entsteht, sind Infrastrukturen in Planung, in denen sich Studium, Industrie und Unternehmen direkt begegnen sollen. „Wir möchten einen Standort für neue Köpfe schaffen, die schon auch schon während des Studiums in die Selbstständigkeit wollen oder die Projekte in Zusammenarbeit mit dem Campus Jülich vollziehen“, sagte der Rektor.

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