Jülich/Wuppertal - Forscher nehmen Besucherströme unter die Lupe

Forscher nehmen Besucherströme unter die Lupe

Von: dpa
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NRW-Landtag erörtert Loveparade-Tragödie
Zehn Tage nach dem Loveparadeunglück liegen am Dienstag in Duisburg verwelkte Rosen nahe der Unglücksstelle in einem Tunnel. Foto: dpa

Jülich/Wuppertal. Die Loveparade-Katastrophe in Duisburg hat gezeigt, welch verheerende Dynamik sich in großen Menschenansammlungen entwickeln kann.

Deshalb haben Forscher der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich ein neues Forschungsprojekt gestartet. Sie wollen Erkenntnisse darüber gewinnen, wie man solche Risiken besser abschätzen kann.

„Die Übertragbarkeit der Daten auf andere Großveranstaltungen wird natürlich schwierig, da auch die Rahmenbedingungen vor Ort eine wichtige Rolle spielen”, sagte Olivia Luczak, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts, der Nachrichtenagentur dpa.

In den kommenden zwei bis drei Monaten wollen die Wuppertaler Forscher Film- und Fotomaterial von der Loveparade auswerten. „Wir wollen dadurch Engpässe herausfiltern, um zu sehen, wo die Gefahrenpunkte lagen”, sagte Luczak. Die Analyse soll helfen, große Menschenströme künftig besser zu kontrollieren. Für das Projekt sind die Forscher auf die Unterstützung von Loveparade-Besuchern angewiesen. Über das Webportal www.evakuierungsforschung.de können Fotos und Videos hochgeladen und damit für die wissenschaftliche Analyse zur Verfügung gestellt werden.

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