Fördervereins Kommende Siersdorf: Erhalt der Ordensburg

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Nach der Entgrünung des Herrenhauses der Siersdorfer Kommende stellt sich der Gebäudekomplex im Nordosten zur K 12 hinaus in einer völlig neuen Ansicht dar. Foto: Zantis
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Aufschlussreich stellte Vorsitzender Guido von Büren an Hand von Schaufeln das Konzept für die Bestandssicherung der Ordensburg vor.
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Nach der Entgrünung des Herrenhauses der Siersdorfer Kommende stellt sich der Gebäudekomplex im Nordosten zur K 12 hinaus in einer völlig neuen Ansicht dar. Foto: Zantis
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Aufschlussreich stellte Vorsitzender Guido von Büren an Hand von Schaufeln das Konzept für die Bestandssicherung der Ordensburg vor.

Siersdorf. Die Jahreshauptversammlung des „Fördervereins Kommende Siersdorf e. V.“ war geprägt von einer gewissen Aufbruchstimmung. Endlich, nach vielen Jahren und intensiven Bemühungen um den Erhalt der Ordensburg konnte Vorsitzender Guido von Büren feststellen: „Wir haben auf dem langen Weg zur Bestandssicherung des Herrenhauses den ersten Meilenstein erreicht!“

Gleichzeitig kann die Fördergemeinschaft auf ein ereignisreiches Jahr 2012 zurückblicken. Mit dem am 5. Juni 2012 unterzeichneten Übertragungsvertrag zwischen der Erbengemeinschaft Heusch-Kuetgens wurde der Förderverein Eigentümer des bedeutsamen Baudenkmals.

Entscheidende Endphase

Von Büren nannte in diesem Zusammenhang besonders das Bemühen von Dr. Otto Bartmann und in der entscheidenden Endphase von Gerhard Heusch und Ludwig Bartmann. Gleichzeitig verwies der Vorsitzende in dem Bemühen um entsprechende Fördermittel auf die Unterstützung durch die Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel, Dietmar Nietan und Oliver Krischer sowie den Landtagsabgeordneten Josef Wirtz. Das Herrenhaus der Kommende wurde als „national wertvolles Kulturdenkmal“ eingestuft, so dass man in Zukunft mit weiteren Unterstützungen rechnen kann.

Beginn der Maßnahmen

Mit dem seit Dezember 2012 erfolgten Beginn der Maßnahmen zur Anlegung einer Baustraße und der Entgrünung des Gebäudekomplexes folgen dann die Hauptarbeiten an den Außenwänden. Man will das laufende Jahr nutzen, „um ein mittelfristiges Nutzungskonzept für das Herrenhaus zu erarbeiten“, so die Vorausschau von Guido von Büren. Eine schon vorgesehene Anbindung an das kulturtouristische Projekt „Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica“ verspricht diesbezüglich eine interessante und viel versprechende Perspektive. Weiterhin soll auch die Siersdorfer Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Frühsommer 2012 eingebunden werden. Mit einer aufschlussreichen Darstellung soll dann das gesamte Konzept durch den leitenden Architekten Dipl.-Ingenieur Ekkehard Kandler (Köln) vorgestellt werden.

„Der Vorstand dankt allen, die seine Arbeit unterstützt haben“, so Guido von Büren. Namentlich erwähnte er Architekt Kandler und den juristischen Beistand durch Justus Peters. „Auch Barbara Naraghi von der Bezirksregierung Köln war und ist ein wichtiger Motor des Projektes. Dank auch an den Kreis Düren und die Gemeinde Aldenhoven, die unser Vorhaben wohlwollend und in vielerlei Hinsicht unterstützend begleitet haben.“

Namens der Erbegemeinschaft versicherte Vorstandsmitglied Ludwig Bartmann, dass „in der Familie niemals Zweifel an der Bedeutsamkeit der Kommende Siersdorf bestanden haben“. Namens der 22 ehemaligen Eigentümer begrüßte er das Bemühen des Fördervereins, „damit ein Kulturgut aus der Vergangenheit nicht vergessen wird“. Er will das Bemühen seines Vaters Dr. Otto Bartmann im Auftrag der Familie fortsetzen, „damit das große Anliegen zu einem guten Ende geführt werden kann“.

An Hand von Schautafeln stellte Vorsitzender von Büren in einem kurzen Referat den Fortgang der Arbeiten für die Sicherungsmaßnahmen vor und verwies dabei auf die wichtige Grundsicherung in der gesamten Bausubstanz. Hier ist eine gesonderte Vorkehrung im Hinblick auf das gefährdete Kranzgesims erforderlich.

Einstimmige Zustimmung

Vorgestellt wurde in der Versammlung auch die geschäftsführende Abwicklung des Vereins.

Es gab einstimmige Zustimmung für den Kassenbericht von Rolf Leese, mit Entlastung durch den Kassenprüfer Axel Fabian und Anerkennung für den Geschäftsbericht der Schriftführerin Elke Geilenkirchen.

Vornehmlich will man sich in nächster Zeit auch um eine Mitgliederwerbung bemühen, um damit eine gesicherte und nach außen hin tragfähige Grundlage zu schaffen.

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